Rezensionen

Willkommen in Night Vale: Warum der Willkommensgruß nicht erwidert wurde. {Abbruch}

1. April 2016

Meine lieben Leser.

die Überschrift des heutigen Artikels lässt wohl schon ahnen, worauf ich hinaus will. Wer mich im Socialmedia beobachtet, wird es sich ebenfalls schon denken können: Ich habe »Willkommen in Night Vale« nach längerer Überlegung abgebrochen. 120 Seiten habe ich insgesamt gelesen, doch im Moment wehrt sich alles in mir dagegen, die Geschichte weiter zu verfolgen. Warum, das möchte ich euch nun berichten.

Von Anfang an.

Ich bin schon seit einigen Jahren Mitglied bei Blogg dein Buch. Als ich mich nach längerer Zeit wieder einmal einloggte, stieß ich auf die Aktion zum eben genanntem Fantasyroman aus der Feder von Joseph Fink und Co-Autor Jeffrey Cranor, welches Mitte März bei Klett-Cotta Hobbitpresse erschienen ist. Ein kurzer Blick in die Leseprobe des Autorenduos ließ zwar schon durchblicken, dass man es hier mit einem ziemlich außergewöhnlichen Titel zu tun hatte, doch ich ließ mich davon nicht abschrecken. Ich liebe Fantasy, ich lese zwischendurch auch wahnsinnig gerne Science-Fiction. Ich mag Besonderes, Außergewöhnliches – doch auf diese Lektüre war ich nicht vorbereitet.

Willkommen in Night Vale, Joseph Fink, Jeffrey Cranor, Klett-CottaJackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der allein erziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat … – »Möglicherweise das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Patrick Rothfuss“ – Klappentext © Klett-Cotta

Der Podcast

»Willkommen in Night Vale« ist skurril, verrückt, abgedreht – und das ab der ersten Seite. Was ich im Vorfeld nicht wusste: Es gibt eine sehr bekannte Podcastreihe des Autorenteams. Während der Zusammenarbeit zwischen Joseph Fink und Jeffrey Cranor entstanden über 40 Folgen über Night Vale, dem kleinen Städtchen mitten in der Wüste. Die Idee, aus dem mittlerweile über 1000 Seiten umfassenden Manuskript zur Podcastreihe ein Buch zu schreiben, kam erst später.

Dieses ganz besondere auditive Hörvergnügen hat eine große und auch sehr kreative Fangemeinde – eine, die von Cosplay über Fanart bis hin zu einer eigenen Wikipedia beinahe alles zu bieten hat. Auch Buzzfeed hat Night Vale einen Artikel gewidmet: The 42 Stages Of “Welcome To Night Vale” Addiction. Irgendwie lesenswert. Das gedruckte Ergebnis halte ich also nun in der Hand und muss leider sagen, dass ich mich weder mit Patrick Rothfuss noch mit der Begeisterung der Night Vale-Fans auf einer Wellenlänge bewege.

Patrick Rothfuss ist ja nun wirklich eine Größe des Fantasygenre, der Name ist bekannt. Wenn jemand wie er das Autorenduo fragt, wie „man einen derart guten Romanerstling“ schreiben kann, und „mit welchen dunklen Mächten“ man sich dafür eingelassen habe, werde ich hellhörig. Doch aus verschiedenen Gründen erreichte mich dieses famose Debüt offensichtlich nicht so, wie er, und insbesondere die beiden Autoren es sich gewünscht hätten.

Love it or hate it.

Dieser abgedrehte Stück Literatur liebt man, oder man hasst es. Es gibt wohl kein Dazwischen, das behaupte ich nun einfach mal ganz tollkühn. Ich fühlte mich während des Lesens, als würde ich in der Mitte auseinander gerissen werden. Meine eine Hälfte fasste sich an den Kopf und dachte, man würde mich veräppeln wollen. Die andere Hälfte hingegen verspürte einen unerklärlichen Drang danach, weiter zu lesen und erfahren zu wollen, wohin zum Henker die Geschichte überhaupt hinwollte. Irgendwo auf der Suche nach dem roten Plotfaden, zwischen Seite 117 und 120, klappte ich das Buch mit einem Seufzen zu und beschloss, vorerst nicht weiter um jede einzelne Zeile zu kämpfen. Ich schließe noch nicht einmal aus, niemals nach Night Vale zurückkehren zu wollen. Doch vorerst ist diese Reise für mich beendet.

Willkommen in Night Vale, Joseph Fink, Jeffrey Cranor, Klett-Cotta

Auf der Suche nach dem (tieferen) Sinn

Das Problem war nicht etwa, dass ich nicht verstand, was mir Fink und Cranor zwischen den Zeilen mitzuteilen gedachten. Gesellschaftskritische Ansätze auf beinahe jeder Seite, in jeder Zeile. Es war, als blickte ich durch einen Zerrspiegel; als würde das, was dort geschah, passieren und gleichzeitig nicht passieren. Und genauso formulieren die beiden Debütautoren auch. Etwas wird bejaht und im selben Satz verneint. Dinge geschehen, und geschehen nicht. Es gibt Engel, aber die sind illegal, und überhaupt heißen sie alle Erika. Und Bibliotheken, ja die sind so richtig hundsgefährlich. Da möchtest du nicht arbeiten, glaub mal. Lebensgefährlich!

Finks und Cranors Night Vale wirkt wie eine Stadt, die in einer Art Zeitschleife erstarrt ist – wenn ich das soweit richtig verstanden habe. Die Protagonistin altert nicht. Jackie ist eine ewig 19jährige, die in einem Pfandhaus arbeitet, das dann aber auch kein gewöhnliches Pfandhaus ist. Natürlich nicht. Immerhin befinden wir uns in einer Stadt mitten in der Wüste, in der nachts seltsame Lichter über den Himmel huschen und alle nur so tun, als ob sie schlafen. Es gelten ziemlich seltsame Gesetze und auch Night Vales Bewohner scheinen völlig abstrusen Beschäftigungen nachzugehen. Manch einer kann einfach seine Gestalt wechseln, je nach Stimmung. Klingt interessant? Ja, vielleicht. Doch da kommt das Aber ins Spiel.

Verrückt, skurril. Zu bizarr.

Diese Schreibe ist mir gerade schlicht und ergreifend zu anstrengend. 120 Seiten lang habe ich mein Bestes gegeben, dem Buch eine Chance zu geben, Verständnis zu entwickeln und der Geschichte zu folgen. Ein Drittel des Buches habe ich geduldig darauf gewartet, dass ich mich an diese so grotesk wirkende Geschichte gewöhne. Keine Chance. Vielleicht ist gerade einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um nach Night Vale zu reisen. Möglicherweise fehlt mir auch die Muse, mich mit diesem völlig verrückten, extravaganten und wahrlich verwirrenden Stück Literatur zu beschäftigen. Möglicherweise hasse ich es, und hasse es nicht. Ich weiß es selbst nicht so genau. Mein Geduldsfaden ist nun gerissen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt bei Fans der Podcastserie Stirnrunzeln und Kopfschütteln ernte: Ich drehe dem Wüstenstädtchen und seinen Bewohnern nun den Rücken zu und sage ‚Goodbye Nightvale‘. Dein Willkommensgruß hat mich leider nicht wie erhofft erreicht.

Joseph Fink & Jeffrey Cranor | Willkommen in Night Vale
Klett-Cotta Hobbitpresse | März 2016 | Urban Fantasy
Hardcover, 379 Seiten | ISBN 978-3608961379 | 19,95€
zum Buch beim Verlag

Mein Fazit: »Willkommen in Night Vale« ist wahrlich ein extravaganter Vertreter des Urban-Fantasy-Genre. Entweder man liebt dieses Buch, oder man hasst es. Ich habe mich nach langem Hin und Her dafür entschieden, das Buch abzubrechen und das war wirklich keine leichte Entscheidung, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte es gut sein können, dass ich über meine erste Buch-Abbruch-Erfahrung gar nicht geschrieben hätte. Ich habe »Willkommen in Night Vale« meines Erachtens eine faire Chance gegeben, mich zu erreichen. Zwischendurch gab es zugegebenermaßen Momente, da zückte ich den Stift, um interessante Textstellen zu markieren. Doch ich kann und möchte diese Schreibe nun nicht länger in meine Synapsen hämmern, es tut mir leid. Womöglich wäre es hilfreich gewesen, vorab die Podcasts zu hören. Ich lese viele Bücher ganz gerne, ohne mir vorab Informationen zu holen, Rezensionen oder Leseproben zu lesen. Ich möchte mich überraschen lassen. Doch in diesem Fall kann ich nur jedem, der sich an das Buch wagen möchte, wirklich ans Herz legen, sich vorab mit den Podcasts und der Welt von Night Vale etwas zu beschäftigen. Es wird sicher dabei helfen, dieses von Insidern nur so wimmelnde Stück Fantasyliteratur etwas besser zu verstehen. Ich schließe noch nicht einmal aus, eines Tages erneut nach Night Vale zurückzukehren. Doch fürs Erste ist meine Reise beendet. Zum Abschluss sei gesagt: Ein Buch trifft nicht automatisch den Lesegeschmack, nur weil die Lobeshymne eines großen, bekannten oder auch von dir gern gelesenen Autors auf das Cover gedruckt wurde.

Meine Wertung:
Gibt es, und gibt es nicht.

Weitere Stimmen zu Night Vale u.a. auf
Papiergeflüster | Momentaufnahme | Novembertochter | Collection of Bookmarks

You Might Also Like

21 Comments

  • Reply Pupe Lehmann 13. August 2016 at 15:09

    Ich bin nun auf Seite 246 und hin und her gerissen. Gerade daher habe ich im Netz nach „Hilfe“ gesucht, um das Buch vielleicht verstehen zu können … allein, ich habe das Gefühl, da gibt es nicht viel zu verstehen!
    Ich werde es trotzdem zu Ende lesen, denn eine gewisse Spannung kann ich nicht verhehlen. Vielleicht ist es aber auch nur der Wunsch zu wissen, wie die Geschichte zu Ende geht.
    Den Podcast habe ich vorher nicht gehört, und hätte ich es getan, würde ich das Buch wohl gar nicht angefangen haben.
    Das Bücher manchen Leser ansprechen, andere dagegen nicht, ist ja nichts Ungewöhnliches, aber dass dieses Buch so hoch gelobt wurde (Dennis Scheck!), verwundert mich doch!

  • Reply MadameJessi 4. April 2016 at 23:13

    Soso, von dem Buch hab ich in letzter Zeit schon öfters gehört, aber nicht viel gutes. Das hält die Bücherwelt im Moment ja ziemlich in Atem
    Ich weiß auch nicht, aber irgendwie würde ich auch gerne mal einen Blick in Night Vale werfen, einfach aus Neugierde, wie es so ist. Auch wenn ich mir sehr sicher bin es würde mir auch nicht gefallen und wäre zu anstrengend. Die Leute tun nur so als ob sie Schlafen? Hat das noch irgendeine schwerwiegende tiefenpsychologische und Gesellschaftskritische Bedeutung? :D klingt für mich so sinnlos

    • Reply Sandra 5. April 2016 at 11:10

      Liebe Jessi,

      das Buch spaltet wirklich die Leserschaft gerade. Sei neugierig, nur zu. Es ist sicherlich nichts für jedermann, aber man sollte es nicht unversucht lassen. Vielleicht gefällt dir der Stil richtig gut. Versuche es einfach mal, es gibt eine Leseprobe auf der Verlagsseite.
      Was das schlafen angeht: In wie fern das gesellschaftskritische oder psychologische Bedeutung hat, wage ich nach 120 Seiten durchaus zu bejahen. Schlaflosigkeit, Stress, Hetzen durch den Alltag, Rastlosigkeit – ich denke, das versuchen die Autoren damit anzusprechen. Es steckt schon erstaunlich viel zwischen den Zeilen. aber die Schreibe hindert mich leider daran, das Buch genießen zu können.

      Liebe Grüße
      Sandra

  • Reply Cherry 2. April 2016 at 21:58

    Ich bin gerade etwas stolz auf mich, weil ich es wirklich durchgezogen habe, obwohl ich zwischenzeitig unglaublich oft das Gefühl hatte, es abbrechen zu müssen. Die Worte von Herrn Rothfuss haben mich zuerst auch auf ein tolles Buch hoffen lassen, umso verwirrter war ich dann, als ich bemerken musste, dass es mir von Seite zu Seite weniger gefiel. Du hast also ganz recht, nur weil ein beliebter Autor begeisterte Worte für einen Roman findet, bedeutet dies leider nicht, dass es einem ebenso gefällt. Mal sehen, ob ich morgen für meine Besprechung die richtigen Worte finde. Deine war jedenfalls sehr passend und für mich vollkommen nachvollziehbar.

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 13:48

      Hi :)

      Respekt, ehrlich. Sind deine Synapsen noch alle an der richtigen Stelle? Scherz beiseite, ich habe deine Rezension eben gerade gelesen und kann, soweit ich es bis Seite 120 beurteilen kann, dir nur in jedem Punkt nickend zustimmen. Sehr gute Besprechung übrigens.

      Ich bin immer noch der Meinung, man muss ein Buch auch abseits von recherchiertem Vorwissen verstehen können. Das ist hier einfach nicht der Fall. Es ist eine Sache, ob ein Autorenteam sich zusammensetzt und ein Buch schreibt, um nach einer Podcastreihe mehr Raum für ihre erzählte Welt zu haben. Doch damit schränken sie den Leserkreis doch schon ziemlich ein, setzen voraus, dass man die Podcasts kennt. Wer sie wie ich nicht kennt, sitzt vor diesem Buch und schüttelt fortwährend den Kopf. Natürlich stecken viele gesellschaftskritische Bezüge im Plot, doch die Schreibe ist jedenfalls für mich einfach nur ein Gräuel. Patrick Rothfuss Zitat ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und für die Zukunft werde ich auf solche Werbephrasen definitiv nicht mehr hereinfallen. Das ist dasselbe Lied wie „Für Leser von John Green.“ No, thank you :)

      Liebe Grüße zum Wochenende
      Sandra

  • Reply Nicole 1. April 2016 at 21:28

    Ich kann dich total verstehen! Ich höre den Podcast seit 2012 immer mal wieder und bin total fasziniert von dieser Welt, weswegen mich das Buch auch richtig begeistern konnte und ich mich sogar „heimelig“ gefühlt habe. Aber es ist echt schräg und entweder man kommt damit klar, oder nicht. Ich glaube, ohne den Podcast wäre ich auch nicht so begeistert gewesen :)
    Das Quote von Patrick Rothfuss hat mich wiederum total kalt gelassen, weil ich mit dem nichts anfangen kann haha.

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 17:53

      Liebe Nicole,

      puh, ich bin erleichtert,das von jemandem zu hören, der diese Welt versteht und mag. Es tut mir leid um das Buch, denn es ist für Fans der Podcasts sicherlich wie nach Hause kommen, das schreibst du ja auch: Aber für Menschen, die sich mit Night Vale noch nie beschäftigt haben, ist das Buch leider einfach nur anstrengend. Ich werde bei Gelegenheit einmal die Podcasts anhören.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir :)
      Sandra

  • Reply Kathrin 1. April 2016 at 21:19

    Liebe Sandra,

    schade, dass dich das Buch nicht begeistern konnte. Aber wenn eine Lektüre mehr mit Anstrengung und Frust als Genuss verbunden ist, darf man auch mal abbrechen – habe ich auch erst dieses Jahr gelernt.

    Dennoch: Du hast in mir noch mehr den Wunsch verstärkt, Night Vale kennenzulernen. Gerade weil das Buch die Leserwelt so spaltet, bin ich neugierig. Mal schauen, ob ich später zu den Gefrusteten oder Begeisterten gehören werde.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:01

      Liebe Kathrin,

      es ist in der Tat schade, denn ich bin kein Mensch, der sich Neuem verschließt. Aber das hier war wirklich frustrierend. Wenn sich alles in mir dagegen wert, weiterzulesen,dann höre ich auf meine innere Stimme. Ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird. Du wirst ja sicherlich berichten :)

      Liebe Grüße
      Sandra ♥

  • Reply Sebastian 1. April 2016 at 21:10

    Hmm, schade dass dir das Buch so überhaupt nicht gefallen hat aber irgendwie überrascht mich das auch nicht.

    Ich habe durch die Ankündigung des Buches überhaupt erst von dem Podcast erfahren und mich dann dazu entschieden, lieber erst den Podcast zu hören, falls das Buch zu sehr auf diesem aufbauen und es viele Insiderwitze etc. geben sollte, die sich einem ohne Vorwissen nicht erschließen.

    Ich habe mittlerweile etwas über 50 Folgen (also rund 20-25 Stunden) des Podcasts gehört und finde das Konzept und die Stadt Night Vale als solche schon ziemlich cool und es sind auch einige wirklich witzige und kreative Einfälle dabei. Allerdings ist ein großer Teil der „Story“ (die es ja so eigentlich gar nicht gibt) schon reiner Nonsens und ich habe die meisten Folgen auch eher nebenbei gehört und mich davon berieseln lassen, ohne immer 100% aufmerksam zu sein.

    Trotzdem bin ich total auf das Buch gespannt und hoffe eigentlich sogar dass dieses vielleicht (noch?) besser funktioniert da ich schon irgendwie auf eine durchgehende Storyline hoffe. Außerdem scheinen so viele in meiner Twitter-TL von dem Buch begeistert zu sein (was mich schon ein wenig überrascht hat, schließlich ist der Podcast schon SEHR speziell) und so habe ich mir dann auch vor 2 Tagen das Buch zugelegt und werde es nach einigen weiteren Podcast-Folgen auch dann bald angehen.

    Ich finde das Rothfuss-Zitat unabhängig davon aber auch ziemlich seltsam denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass das Buch SO gut ist :D

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:08

      Lieber Sebastian,

      ja, ich finde es auch schade. Hätte ich vorher von den Podcasts gewusst, hätte ich sie mir wohl angehört und ein wenig mehr Zugang zu Night Vale gefunden, oder auch nicht. Ich hätte mich auf diese Crazyness einstellen können. Aber sollte ein Buch nicht auch ohne massenhaft Vorwissen funktionieren? In diesem Fall ist es leider nicht so.

      Ich bin gespannt, wie dir das Buch gefallen wird.

      Liebe Grüße und schönes Wochenende
      Sandra

  • Reply Karo 1. April 2016 at 21:04

    Huhu :)
    Ich durfte es ja für vorablesen.de lesen und habe es auch rezensiert. Und ja, es ist schwierig.. allerdings gehöre ich zur Gruppe, die irgendwo in der Mitte zwischen hassen und lieben liegt :D Den Charakteren kann ich durchaus etwas abgewinnen und auch der allgemeinen Stimmung und Location. Allerdings fehlte auch mir der rote Faden und ich fand, dass sich die Geschichte einfach immer zu weit ins Abseits schob und auf Kleinigkeiten fixierte.

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:10

      Liebe Karo,

      Bemerkenswert, wirklich. Ich kam weder mit dem fehlenden Handlungsfaden klar, noch fand ich irgendeinen Zugang zu den Charakteren. Dazu war alles einfach viel zu abstrus und bizarr formuliert. Keine Chance, tiefer in die Geschichte einzutauchen… leider.

      Liebe Grüße & ein schönes Restwochenende
      Sandra

  • Reply Leselurch 1. April 2016 at 20:47

    Ich habe das Buch seit einiger Zeit sehr neugierig, aber ebenso skeptisch beäugt. Irgendwie hat mir mein Bauchgefühl gesagt: Nee, das ist kein Buch für dich. Da ich deine Meinung sehr schätze, scheine ich wohl gut daran getan zu haben, auf meinen Bauch zu hören. Ich bin gespannt, ob du doch noch irgendwann zu dem Buch greifen wirst!

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:21

      Liebe Simone,

      ohhh, das freut mich sehr ♥ Ich lese oft auf deiner Seite und denke auch, dass dich dein Bauchgefühl nicht trügt. Um sicher zu sein, könntest du höchstens mal in die Leseprobe hineingucken. Mal sehen, ob ich eines Tages die Muse finde, dem Buch noch einmal eine Chance zu geben. Im Moment definitiv nicht :)

      Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
      Sandra

      PS: Poppy Pym MUSS ich unbedingt lesen, mir ist das schöne Cover bei dir aufgefallen. ♥

  • Reply Yvonnes Lesewelt 1. April 2016 at 20:42

    Hey!
    Wahnsinn, wieviel du noch zu dem Buch schreiben konntest. Ich bin auf S. 40 und habe mit Blogg Dein Buch ausgehandelt, dass ich noch bis S. 100 durchhalten soll. Dann darf ich abbrechen und einen Bericht schreiben. Ich werde mich morgen mal die nächsten 60 Seiten quälen. Aber, ob ich so einen tollen, langen Bericht zusammenbekomme weiß ich noch nicht. Ich fürchte nicht…
    LG
    Yvonne

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:34

      Liebe Yvonne,

      ich wollte es wirklich gut und sachlich begründen, warum ich dieses Buch jetzt nicht weiterlesen möchte. Es ist nur fair sowohl gegenüber dem Verlag als auch den Autoren. Ein Abbruch passiert mir auch nicht alle Tage, genauer gesagt das erste Mal im Fall eines Rezensionsexemplars. Ich habe dem Buch auch etwas mehr als 100 Seiten gegeben, das reicht um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

      Schade, dass es auch dir nicht gefällt, aber ich kann dich gut verstehen.

      Liebe Grüße & ein schönes Restwochenende :)
      Sandra

  • Reply Papiergeflüster 1. April 2016 at 20:12

    „Man liebt es, oder man hasst es.“ Ich stimme dem vollkommen zu und kann auch Deine Gründe verstehen, es nicht weiterzulesen. Man muss es sich stellenweise schon ziemlich hart erarbeiten, dafür ist man nicht immer in der richtigen Stimmung. Mich hatte es zum Glück in der richtigen Stimmung, und im Urlaub, erwischt und konnte mich begeistern. Aber es ist definitiv kein Buch für jeden.

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:41

      Liebe Simone,

      oh ja. Ich war nach einer Weile so unglaublich genervt von der Schreibe, von den Charakteren – an die ich gar nicht heran kam – und vom fehlenden roten Faden. Du hattest mir Mut gemacht, weiter zu lesen. Es würde besser werden. Leider wurde es das für mich nicht. Schade. Ich freue mich, dass es dir gefiel. Vielleicht bin ich zu einem anderen Zeitpunkt in einer etwas geduldigeren Stimmung :)

      Liebe Grüße und ein schönes Restwochenende
      Sandra

  • Reply Frauke von wasfraukemacht.de 1. April 2016 at 20:06

    Liebe Sandra, ich finde es toll, dass du zu einem abgebrochenen Buch so viel und so wertschätzend schreibst. Denn du hast Recht: Bücher, die uns nicht (oder momentan nicht) fesseln können, haben trotzdem Leser verdient!

    • Reply Sandra 3. April 2016 at 18:47

      Liebe Frauke,

      danke dir ♥ ich fand es nur fair, denn das Buch wird sicherlich auch seine Fans haben, ebenso wie der Podcast. :)

      Liebe Grüße & ein schönes Restwochenende
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

    %d Bloggern gefällt das: