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{Messebericht Leipzig 2014} Tag #1 Von vollen Koffern, verzauberten Dörfern und ungewöhnlichen Buchtiteln

20. März 2014

Hallo meine Lieben,

nachdem sich nun Herr Büchernische mit seinen ganz persönlichen Eindrücken – 10 Dinge, die man als Mann einer Buchbloggerin während einer Buchmesse beachten muss – von der Buchmesse Leipzig 2014 zu Wort gemeldet hat und an hilfreichen Tipps für die richtige Verhaltensweise eines Lastesels während einer Messe teilhaben ließ – ein schmunzelndes Dankeschön an meinen lieben Mann – möchte ich euch in den kommenden Tagen nun von meinen Erlebnissen und Begegnungen berichten.

Vor einem Jahr…

Wenn ich an meine erste Buchmesse im letzten Jahr zurückdenke, muss ich wirklich erst einmal grinsen. Wir hatten zwei Tage eingeplant, Freitag und Samstag. In diesen kurzen Zeitrahmen wurden soviele Lesungen gestopft, wie nur irgendwie möglich war und was letztlich nur dazu führte, dass ich wie eine wild gewordenes Eichhörnchen von Halle zu Halle raste, um einen Autor nach dem nächsten wenigstens ein paar Minuten an den lesenden Lippen zu hängen, das eine oder andere Autogramm mitzunehmen und vielleicht sogar in den Luxus eines Fotos zu kommen. Stichwort wild gewordenes Eichhörnchen: An meinem letzten Buchmessetag 2013 flitzte ich gerade von Sebastian Fitzeks Stand Richtung Ausgang, als ich im Augenwinkel von Christian, Mandy und Dani wahrgenommen wurde. Mit quietschenden Sohlen also wieder umgedreht, zurückgedüst, eine Blitzumarmung und zwei Schnappschüsse später mit einem eilig zugerufenen „ein Foto musste wenigstens sein!“ wieder Richtung Ausgang gerannt. Die drei fanden es lustig. Lustig war auch die Übernachtung im Auto, ja richtig gelesen. Wir haben uns mit gefühlt 30 Wolldecken, Schlafsäcken und allerlei Kissen in unser Auto gekuschelt und bei annähernd +3°C auf einem Parkplatz genächtigt. Das war ein Abenteuer, sage ich euch. Es war toll, aber für mehr als eine Nacht wirklich absolut ungeeignet.

Der erste Messetag begann bei strahlendem Sonnenschein

Dieses Jahr sollte es also anders ablaufen, daher buchte ich bereits Ende August letzten Jahres das Doppelzimmer für alle vier Messetage. Eine weise Entscheidung, wie ich später feststellte, denn die Zimmer in und um Leipzig waren rasend schnell belegt. Die Akkreditierung erledigte ich auch sofort zum Jahreswechsel, kaum dass die Möglichkeit, diese vorab online zu beantragen, freigeschaltet war. Im Februar trudelte dann auch schon der Presseausweis uns beide ein und wir waren erleichtert, dass das nun auch so reibungslos geklappt hatte. Später haben wir mitbekommen, dass manche Blogs leider nicht akkreditiert wurden. Welche Ausschlusskriterien dafür verantwortlich sind, ist mir allerdings bis heute schleierhaft.

Parkplatzchaos und freudiges Wiedersehen!

Wir wollten die Zeit in Leipzig als kleinen literarischen Urlaub genießen; die Kinder blieben bei den Schwiegereltern, so dass Mama & Papa einfach mal abschalten konnten. Nunja, ganz stressfrei war die Messezeit ja bekanntermaßen nicht, wie mein Lastesel ja schon eindrucksvoll verlauten ließ. Abschalten? Abends, im Hotel dann. Tagsüber liefen wir uns die Schuhsohlen heiß. Aber mal im Ernst: Hatte ich wirklich ernsthaft gedacht, dass wir noch Zeit hätten, uns Leipzig anzusehen? Einen Stadtbummel zu machen? Guter Witz! Ich hatte mir wirklich, ganz ehrlich, nicht viele Termine notiert. Ich wollte mich bewusst ein wenig mit der Masse treiben lassen. Als der Terminplan schließlich im Filofax eingeheftet war, sah er doch voller aus, als ich zunächst geplant hatte. Von Bloggertreffen über Lesungen, Treffen mit Verlagsmitarbeitern bis Meet & Greet mit Autoren war alles dabei. Zwischendurch wollte ich natürlich noch viiiel Zeit für meine Freunde 2.0 haben, tauschte Telefonnummern aus und weigerte mich standhaft, Whatsapp wieder auf dem Handy zu installieren. Die Vorfreude, bekannte und neue Gesichter auf der Messe zu treffen, stieg von Stunde zu Stunde. Achja, Bücher zum Signieren wollte ich natürlich auch mit in den Koffer, – Korrektur: die Koffer (Mehrzahl!) – packen. Und so wurde das Reisegepäck immer schwerer; ich war so froh, dass wir nicht mit der Bahn gefahren sind!

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Nicht blinzeln! … zu spääääät! :-)

Am Donnerstag, den 13. März konnte das Abenteuer Leipziger Buchmesse 2014 endlich starten. Nachdem unsere Kinder bei Oma gut untergebracht waren, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf die zweistündige Fahrt Richtung Sachsen. Ich war so voller Vorfreude, da hätte selbst Pharrell Williams seine helle Freude gehabt! Nach einer Weile zeichnete sich ab, dass ich meinen ersten Lesungstermin wohl nicht schaffen würde. Ich hätte mir gerne Alexandra Pilz‘ Lesung »Verliebt in Hollyhill« um 10:30 Uhr angehört, doch ich wollte auch heil und in einem Stück in Leipzig ankommen. Wie gut, dass man heutzutage so gut vernetzt ist und so schrieb ich sie kurzerhand auf Facebook an, ob sie nach der Lesung noch irgendwo anzutreffen wäre. Im Pressezentrum traf ich erst einmal auf Karin und ihre liebe Tochter, die sich auch gerade durch das Parkplatzchaos gewuselt hatten und drückte sie erst einmal fest an mich. Ach, was für eine Freude! Karin und ich kennen uns seit der Buchmesse Leipzig letzten Jahres auch außerhalb des Netzes und ich habe mich so wahnsinnig gefreut, sie wiederzusehen! Nach ein paar Metern gemeinsamen Schlenderns machte sich Karin auf den Weg in Halle 5, während ich mich um 11 Uhr glückselig am Stand des Heyne Verlags einfand und mir von einer sehr sympathischen Alexandra Pilz den ersten Band ihrer Hollyhill-Trilogie signieren zu lassen. Anschließend machte ich mich schließlich, das erste Autorenfoto auf der Speicherkarte und meinen lieben Lastesel im Schlepptau, auf den Weg durch die noch recht leeren Gänge. An diesem Messetag begegneten mir übrigens immer wieder bekannte Gesichter. Mandy vom Buchblog um die Ecke und ich hielten ein kurzes Pläuschen am „Wegesrand“ und auch Christian & Vero kamen mir auf dem Weg zu einer Lesung entgegen und so wechselten wir ein paar Worte. Wir alle wussten, dass wir uns spätestens am Samstag zum großen Lovelybooks-Treffen wiedersehen würden und stiefelten weiter durch die Hallen.

National Geographic war ebenfalls auf der Messe vertreten und präsentierte alles vom modernen Globus für zuhause bis zum überdimensionalen Antikglobus

Das mag ich so am ersten Buchmessetag. Es ist noch nicht allzu viel los: freies Sichtfeld auf Stände, Autoren und Verlagsmitarbeiter, kein Gerempel und Geschubse, ein angenehmer Geräuschpegel (im Gegensatz zum Tinnitus fördernden Dauerrauschen eines Messesamstags). Da ich erst um 14 Uhr die Lesung mit Oliver Plaschka aus seinem Buch »Das Licht hinter den Wolken« besuchen wollte – die ich übrigens dann völlig vergessen habe – blieb genug Zeit, um uns erst einmal ein wenig zu aklimatisieren, umzusehen und die erste Stimmung der Messe fotografisch festzuhalten.

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Die Bücherwand von Droemer Knaur: eine Augenweide!

Das glückliche Lächeln nach unserem kurzen, aber fröhlichen Treffen mit Alexandra Pilz noch auf den Lippen, schlenderten wir erst einmal gemütlich durch die Halle 3, vorbei am National Geographic Stand mit seinen tollen beleuchteten Globen, mitten durch das Hörbuchforum hindurch. Im Vorbeilaufen nahm ich aus dem Augenwinkel Denis Scheck, Literaturkritiker des ZDF Büchermagazins druckfrisch wahr, umringt von einer Menschentraube und schoss ein kurzes Foto, bevor wir unseren Weg zwischen den Ständen fortsetzten. Aus der Ferne konnte man schon die eindrucksvolle Bücherwand des Verlags Droemer Knaur ausmachen: auf leuchtend-orangem Regalbrettchen tummelten sich hunderte von Büchern. Eine wirklich beeindruckende Konstruktion! Am Stand von Hoffmann & Campe entdeckte ich sofort meine aktuelle Lektüre: Marie-Sabine Rogers »Das Leben ist ein listiger Kater« – zu diesem Buch wird es in den nächsten Tagen auch eine Rezension geben, es hat mir sehr gut gefallen! Vorbei an der markanten Eule des Ullsteinverlags ging es durch die vom Sonnenschein hell strahlende Glashalle Richtung Halle 2, in welcher ich Julia mit ihrem Sohn treffen wollte. Mitten im Trubel des Kinder- & Jugendbuchbereichs gestaltete es sich mangels funktionierendem Wlan gar nicht so einfach, die beiden zu finden, doch am Ende konnten wir uns dann doch in die Arme nehmen und gemeinsam das bunte Treiben erkunden. Ihr werdet es nicht glauben, aber selbst auf der Buchmesse hat mein unglaubliches Gespür Eulen entdeckt: einen Eulenverlag, Eulenkuscheltiere zwischen Sachbüchern rund um die intelligenten Jäger. Einmal Büchereule, immer Büchereule. Auch meine Visitenkarten ziert ja mittlerweile das Foto einer zwinkernden Eule, ein witziger und ganz zufälliger Schnappschuss, der letztes Jahr entstand. Das Motiv soll auch Bestandteil meines Logos werden, daran arbeite ich nach den Buchmesseberichten weiter. Ihr dürft gespannt sein ;-)

Denis Scheck am ARD Forum im Interview

Buchbloggerin auf Autorenjagd

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Ursula Poznanski am Loewestand im Gespräch

Mit wachsamen Augen sah ich mich dieses Jahr auch bei den kleineren Verlagen um, gerade der Kinderbuchbereich erfährt dieses Jahr einen leichten Zuwachs, was ich wirklich nur begrüßen kann. Wer will bei dem heutigen Schrott in der Flimmerkiste noch vor dem Fernseher sitzen? Ich lese viel lieber ein gutes Buch und freue mich, dass sich die Bücherregale in unseren Kinderzimmern großer Beliebtheit erfreuen. Gerne hätte ich auch beim Papierverzierer Verlag einmal vorbeigesehen, aber die Zeit reichte einfach nicht aus. Ihr kennt das sicher: Man nimmt sich vor, Fotos mit den Freunden zu machen, diesen und jenen Stand unbedingt zu besuchen und am Ende stellt man fest, dass selbst alle vier Buchmessetage nicht für alles ausgereicht haben. Unser Weg führte uns weiter, am Mixtvision Verlag vorbei – ich musste das niedliche Buch »Im Garten der Pusteblumen« von Noelia Blanco unbedingt durchblättern, must-have für unser Regal! -, Richtung Loewe Verlag, wo gerade zufällig Ursula Poznanski am Tisch saß und sich angeregt mit Verlagsmitarbeitern unterhielt. Diesen Schnappschuss konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn Ursulas Lesung aus ihrer Trilogiefortsetzung »Die Verschworenen« würde ich aus zeitlichen Gründen leider nicht schaffen. Umso mehr freute mich diese kurze Begegnung. Tafiti lachte uns ebenfalls von einem großen Pappaufsteller entgegen, das Erdmännchen und seine Freude erzählt nun schon bereits im dritten Band von seinen Abenteuern, dieses Mal trifft der kleine, süße Kerl auf ein Elefantenbaby. Wir lieben diese Serie von Julia Boehme letztes Jahr durfte ich gemeinsam mit Karin & Julia ihrer Lesung aus dem ersten Band folgen und mich sogar über ein Autogramm in mein Tafiti-Band freuen.

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»Im Garten der Pusteblumen« kurz am Mixtvision Stand durchblättert und für höchst lesenswert befunden!

Ein Blick hinter die Verlagskulissen

Nachdem ich mir am Kindermann-Verlag eine der dort ausliegenden, schicken rosa Papiertragetaschen mitgenommen hatte und endlich eine Verstaumöglichkeit für die ersten Leseproben besaß, machte ich mich auf den Weg zum Coppenrath Verlag, um dort mit Pressesprecher Thomas Rensing ein intensives und sehr interessantes Gespräch rund um den Verlag, Lektorat, gegenwärtiges und zukünftiges Programm sowie die Wichtigkeit eines Buchcovers zu führen. Besonders interessant fand ich seine und meine Definition, welches Cover am ehesten den Verlag widerspiegelt: während das für mich das eindrucksvoll gestaltete Cover von »Das Geheimnis des Spiegelmachers« ist, so steht für Herrn Rensing vor allem Jutta Wilkes »Dornenherz« für „typisch Coppenrath“. Das Cover des Jugendbuches ziert auch das aktuelle Frühjahrsprogramm 2014. Höchst spannend empfand ich unseren Austausch über die Wichtigkeit einer guten Covergestaltung – das Auge liest schließlich mit. Das Wagnis etwas Neues, jenseits des Trends zu gestalten und die Einbeziehung der modernen Medien, sprich Apps zum Buch wie im Fall von Captain Sharky, ist oftmals gar nicht so einfach, folgt die Branche doch einem gewissen Trend und seinen Platz inmitten dieser bunten Vielfalt zu finden, seine Marke zu vertreten und gekonnt zu platzieren, ist dem Coppenrath Verlag meiner Meinung nach gut gelungen. Während beliebte Kinderfiguren wie Felix, Die Lieben Sieben oder Prinzessin Lillifee vor allem meine Kinder ansprechen, erfreut sich mein Auge gerade am Kochbuchprogramm des Hölker Verlags. Dort wird sicher für uns noch die eine oder andere Gaumenfreudenlektüre zu finden sein. Kochbuch-Rezensionen, guter Punkt:

[box]Interessieren euch solche Rezensionen hier in der Büchernische, oder sollte ich sagen Kochnische? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir dazu Feedback gebt! ;-)[/box]

Der ungewöhnlichste Buchtitel 2013

ungewoehnlichster_buchtitel_des_jahres_2013Dieser Blick hinter die Kulissen eines Verlages war neben dem geglückten Wiedersehen mit Julia mein persönliches Highlight an diesem Messetag, war es auch das erste Mal für mich, dass ich zu solch einem Gespräch eingeladen wurde und ich habe dem Ganzen doch mit einer gewissen Aufregung entgegen gesehen. Am späten Nachmittag machte ich mich schließlich noch auf den Weg zur Verleihung des ungewöhnlichsten Buchtitels, veranstaltet von der Mayerschen-Buchcommunity Was liest du.
Zunächst steuerte ich die falsche Location an und landete mitten in der Preisverleihung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014. Da ich etwas zu spät dort eintraf, bekam ich gerade noch mit, dass Saša Stanišić in der Kategorie Belletristik den Preis für seinen Roman »Vor dem Fest«, erschienen bei Randomhouse-Tochter Luchterland Verlag erhielt. Gratulation dazu! Ich habe mir das Buch einfach einmal gemerkt, der Klappentext klang jedenfalls vielversprechend. Nach diesem kurzen Zwischenspiel stiefelte ich schließlich in Richtung der ungewöhnlichen Preisverleihung und harrte dort tapfer eine Stunde stehend aus, obwohl meine Füße brüllten, dass ich mich gefälligst hinsetzen sollte. Die Preisverleihung war sehr witzig, das Publikum durfte sich über verloste Bücher freuen und der Gewinner las zum Ende noch ein paar Zeilen aus dem Gewinnertitel vor: »Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals« von Volker Strübing aus dem Indieverlag Voland & Quist klingt nach dieser Kostprobe nach einem verdammt witzigen Buch, das ich mir sogleich mal auf die Wunschliste gesetzt habe.

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Volker Strübing bekommt den Preis für den ‚Ungewöhnlichsten Buchtitel 2013‘ überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Etwas überrascht war ich, dass Jonas Jonassons »Die Analphabetin, die rechnen konnte« auf die hinteren Plätze verwiesen wurde und auch »Die radioaktive Marmelade meiner Großmutter« hätte ich sehr gerne als Gewinner gesehen. In der Fachjury, deren Voting zu 50% in die Shortlistwertung mit einfloss, saßen unter anderem Sebastian Fitzek und Peter M. Hetzel, seines Zeichens Autor und beliebter Literaturkritiker von Sat.1. Der Sender hat ihn vor einigen Wochen offenbar aus dem Programm herausgeschwiegen, bisher gab es von keiner Seite Kommentare. Das ist auch so ein Thema, über das ich mich aufregen könnte, aber ich belasse es nun bei den besten, erfolgreichen Wünschen für Peter M. Hetzels eigenes Video-Blog hetzeltv.de, das ich mit 100%iger Sicherheit verfolgen werde.

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Verleihung ‚Preis der Leipziger Buchmesse 2014‘ in der vom abendlichen Sonnenlicht beleuchteten Glashalle

Der erste Messetag geht zu Ende…

Du meine Güte ist der erste Bericht lang geworden! Aber alles andere wäre unseren Erlebnissen nicht gerecht geworden. Da darf kein Wort gekürzt, kein Absatz gestrichen werden. Denn ich darf mit Abstand sagen, dass dies die schönste Buchmesse war, das weltbeste Ereignis 2014, das ich seit Jahresbeginn erleben durfte! Ich danke allen, die Leipzig 2014 zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und hoffe, ihr seid auch im zweiten Messebericht wieder dabei. Dieser folgt in den nächsten Tagen ;-)

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Cosplayer in aufwändigen Kostümen, wundervoll!

Übrigens, was ich abschließend unbedingt noch mitteilen möchte: Im Vergleich zum letzten Jahr war es wirklich eine große Erleichterung, dass man der Manga-Comic-Convention 2014 eine eigene Halle zur Verfügung gestellt hat. Während man im letzten Jahr in einer völlig überfüllten Halle 2 kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen konnte und die Cosplayer so gut wie keinen Platz für sich und ihre Wettbewerbe hatten, konnten sich dieses Jahr alle über mehr Freiraum freuen. Die Fantasy Leseinsel rund um den höchst engagierten Werkzeugs-Stand hatte ihre Soundanlage ausgebaut, so dass die Autoren während ihrer Lesungen trotz hohem Umgebungsgeräuschpegel sehr gut zu hören waren. Sowohl der Fantasy- als auch der Kinder- & Jugendbuchbereich hatte mehr Platz für seine zahlreichen Verlagsstände, Aktionen und Lesebühnen. Platzangst adé.
Ein Wort sei jedoch noch zum Thema Manga-Convention gesagt: Mir ist während und auch nach der Messe öfter berichtet worden, dass sich Cosplayer beschwert hätten, man würde sie nun auch in Leipzig in eine andere Halle abschieben, sie nicht als Bestandteil der literarischen Vielfalt ernst nehmen. Stellenweise war davon die Rede, die Cosplayer wären in den anderen Hallen nicht gern gesehen, Sicherheitskräfte wären mit ihnen nicht gerade zimperlich umgesprungen. Das ist natürlich ein No-Go! Was das Thema „Abschieben in eine separate Halle“ betrifft, habe ich dies so nicht wahrgenommen beziehungsweise beobachtet, eher war nach meinem Empfinden das Gegenteil der Fall. Ich entdeckte so manche Illustratorin, die letztes Jahr sicherlich keinen Platz für ihren Stand gehabt hätte. In der Glashalle tummelten sich wie eh und je Cosplayer in kunterbunten, teilweise sehr aufwändigen und wunderschönen Kostümen, posierten für Fotos und unterhielten sich angeregt mit Messebesuchern. Ohne dieses bunte Treiben würde mir persönlich in Leipzig etwas fehlen.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß an meinem ersten Bericht zur Messe. Wenn ihr es bis hier unten geschafft habt, Gratulation! Kürzer ging aber einfach nicht ;-)

Bis bald und liebe Grüße vom Lastesel!

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6 Comments

  • Reply Lilienlicht 24. März 2014 at 08:01

    Meine liebste Sandra!

    Da hast du einen wunderbaren Bericht zum ersten Messetag verfasst. Ich möchte unbedingt mehr davon und freue mich schon riesig auf deine nächsten Eindrücke. Rückblickend fand ich diese Messe dieses jahr viel besser als 2013. Ich war auch besser organisiert und hatte weniger Stress im Vergleich zum vergangenen Jahr.

    Ich fände es auch schön, wenn du hier auf dem Blog eine kleine Kochnische einrichten würdest – das passt meiner Meinung nach super rein.Kochbuchrezensionen sind schließlich immer interessant :-)

    Was die Manga-Comic-Convention angeht, denke ich wie du. Die Verlegung in Halle 1 war genau das richtige Mittel um letztendlich allen Teilnehmern einen gefallen zu tun. Jede Seite hatte so die Möglichkeit sich mehr zu entfalten! Was einen unfreundlichen Umgang mit den Cosplayern angeht, so hab ich davon weder etwas mitbekommen noch etwas im Nachhinein gehört. Das ist natürlich keines Wegs richtig. Das wird wohl immer ein schwieriges Thema bleiben…

    Fühl die gedrückt Liebes ♥

    Herzliche Grüße,
    Diana

  • Reply Ankas Geblubber 22. März 2014 at 11:12

    Liebe Sandra,

    was für ein schöner Bericht. Du schreibst einfach großartig und ich war direkt wieder in Leipzig!
    Vielen Dank für diese vielen, bunten Eindrücke. Wie schön, dass wir uns persönlich kennenlernen konnten! Bis zur nächsten Messe hoffentlich!

    Liebe Blubbergrüße
    Anka

  • Reply Karin 20. März 2014 at 20:10

    Meine liebe Sandra,
    ich liebe deine Berichte, genauso wie ich unsere Treffen liebe. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung deines Berichtes zur diesjärigen Leipziger Buchmesse. Bis hierhin sind wir uns wieder einmal einig, auch für mich was diese Messe, die Schönste, die ich bis jetzt erleben durfte und das nicht nur wegen den Büchern. ;)
    Ganz liebe Knuddelgrüße
    Karin

  • Reply ClauDia 20. März 2014 at 17:57

    „kürzer gings einfach nicht“ :D also ich hätte auch noch weiter gelesen!
    Danke, Süße, für den tollen Bericht, so war ich auch irgendwie dabei :)
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Reply Sandra 20. März 2014 at 20:04

      Hallo liebe Claudia ♥

      ach gern doch! Nein, ich hätte wirklich noch weitererzählen können, ich habe auch noch viel, viel viiiiel mehr Fotos, die werde ich irgendwie noch zu einer Galerie verbasteln, das dauert aber noch ein wenig :-)

      Liebe Grüße
      Sandra

  • Reply Laura 20. März 2014 at 16:22

    Hach, liebe Sandra, ich lese deine Beiträge immer so gern, weil aus jedem einzelnen einfach die pure Freude am Lesen herausspricht und auch hier ist deine Begeisterung über die Messe – trotz des Füße wundlaufens – einfach wieder greifbar und vor allem so schön geschrieben, dass man sich gut bildlich vorstellen kann, was man da Tolles verpasst hat :) Danke für diesen tollen Bericht, der auch ein wenig wehmütig gemacht hat und wieder den Wunsch weckt, es endlich unbedingt auch mal auf eine Buchmesse zu schaffen. Bisher war ich letztes Jahr nur mal auf der Ringcon (eine Woche vor der fbm) und hatte da das Vergnügen mit den Cosplayern, die doch ein wenig mehr Farbe in den ganzen Trubel bringen. Daher finde ich es auch unglaublich schade, dass jetzt scheinbar für die fbm das Comiczentrum gestrichen wurde.

    Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Bericht <3

  • Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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