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{Lesenacht} Lesen, bis die Augen zufallen by Ankas Geblubber

22. September 2013

Hallo ihr Lieben,

lesenacht xxlich kehre so langsam zurück ins Bloggerleben und starte mit einem Artikel rund um eine wieder einmal tolle Aktion von Anka. Sie hat sich für das 10. Jubiläum ihrer Lesenacht etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Wir lesen nicht nur eine Nacht, wir lesen eine ganze Woche lang, schnattern und twittern, posten und knuspern Süßkram. Und das alles gleichzeitig, während wir lesen. Naja, so lautet jedenfalls der Plan. Letzten Endes wird mehr geschnattert als gelesen g* aber der Austausch über die Bücher, Tees & Accessoires macht eben Spaß. Ich bin auch mit von der Partie, aber etwas ruhiger. Ich habe keine große Lust zu twittern und zu schnattern, ich möchte einfach lesen, die zeit mit meinem Buch genießen, meinen Tee trinken und wieder in die Welt der Literatur zurückfinden.

Rückkehr mit Hindernissen

Heute habe ich versucht, die Worte für meine Rezension zu »Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer« von Alex Capus zu finden, eine schon länger fällige Rezension. Ich suche sie immer noch. Es klappt nicht, die Worte wollen nicht heraus, es ist wie verhext. Ich empfinde das wie eine Blockade. Dabei war das Buch so grandios. Vielleicht fällt es mir gerade deswegen schwer, meine Begeisterung nach einer längeren Pause zu Papier zu bringen. Man verlernt das Rezensionen schreiben ja nicht einfach. Das ist wie Fahrrad fahren. Aber ich habe einen ziemlich großen Anspruch an mich selbst, nicht nur was das Rezensieren betrifft. Ich versuche ein Buch in all seinen Aspekten zu beleuchten und fair zu bewerten. Damit trägt man eine ziemlich große Verantwortung auf seinen Rezensentenschultern, immerhin beeinflusst das durchaus die Kaufentscheidung meiner Leser. Aber ich komme vom Thema ab, das ist ein anderes Blatt Papier. Jetzt mache ich mir keine weiteren Gedanken zu der Rezension, ich lese nun einfach mein Buch weiter und beantworte die aktuelle Tagesfrage von Anka ;-)

Aktuell habe ich Elis Fischer »Die Kunstjägerin« aus dem Gmeiner Verlag beendet, für ein sehr gut unterhaltendes Debüt befunden – auch dazu wird es noch eine Rezension geben – und nun setze ich die Lektüre des Trilogieauftakts von Sarah Maas aus dem dtv Verlag fort: »Throne of Glass – Die Erwählte«. Außerdem lese ich noch an Joël Dickers hochgelobtem Roman »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« aus dem Piper Verlag.

Sonntag, 22. September 2013 – Tag 2 & mein Einstieg

„Ihr alle liebt Bücher. Habt ihr schon einmal daran gedacht, selbst ein Buch zu schreiben? Und falls ja, was für eines?“ Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten! – Uwe Laub

Ich habe schon immer viel Freude am Schreiben gehabt. Das alles begann damals in der 5. Klasse Gymnasium, als ich als Klassenarbeit einen Zettel mit zwei, drei Stichpunkten und eine gezeichnete Karte in die Hand gedrückt bekam. Daraus sollten wir eine fantasievolle Geschichte schreiben. Vier große Din A4 Seiten wurden es, ich schrieb und schrieb und bekam eine Eins auf meine Arbeit, worauf ich stolz wie Oskar war. Das war der Zeitpunkt, als ich Feuer für’s Schreiben fing. Ich war eher ein Einzelgänger und las als Kind schon lieber Bücher oder malte & schrieb, als draußen mit anderen Kindern zu spielen. Ich würde mich nicht als Stubenhocker bezeichnen, denn auch ich tollte im Wald herum und ging gerne nach draußen. Aber viel lieber saß ich am Schreibtisch und war kreativ. Als ich meinen ersten Computer bekam, mit 14 Jahren – ohne Internet wohlgemerkt, das befand sich da noch am Anfang und knapp 5 Jahre später hatte ich dann erst mein erstes pfeifendes 56k-Modem *grins* – schrieb ich Texte ab. Einfach so, aus Spaß. Ich lieh mir ein Buch aus und tippte es ab, um das Schreiben mit beiden Händen zu üben.

Heute, fast 20 Jahre später, denke ich darüber nach, ein ganz besonderes Buch zu schreiben, mehr aus persönlichen Gründen. Um Dinge zu verarbeiten, aufzuarbeiten, zur Ruhe zu kommen. Schon öfter hörte ich in letzter Zeit „Sandra, fang an zu schreiben, schreib es auf, das hilft!“ Ja, ihr habt recht, vielleicht sollte ich genau das tun. Vielleicht ist dann auch der Kopf wieder freier, der dunkle Schleier gelichtet, die Blockade, die mich daran hindert, auch mit den Augen mal wieder herzlich zu lachen, ohne Sorgenfalten auf der Stirn. Vielleicht befreit es. Ich sollte es versuchen.

Ich hoffe, ich habe damit die Frage beantwortet, liebe Anka :-)

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Ich hab’s mir gemütlich gemacht, Tee gekocht und eine Yankee Candle angezündet (Kitchen Spice) mhhh… und nun ist Lesezeit!

Nun genug des Nachdenkens, ich lese mein Buch weiter, denn ich bin gerade an einer sehr spannenden Stelle angelangt und finde immer mehr Gefallen an diesem Fantasybuch. Etwas lauert, etwas Bedrohliches. Schatten ziehen auf. Ich bin gespannt, auf was Celaena noch stoßen wird! Weiter geht es auf Seite 242…

Sonntag Abend, 17:00 Uhr – die Spannung steigt!

celaenas_geschichte_-_throne_of_glass-9783423421683Mein aktuelles Buch von Sarah Maas, »Throne of Glass – Die Erwählte« wird zunehmend spannender. Ich kann es gerade gar nicht aus der Hand legen, dabei wollte ich eigentlich gleich Abendbrot kochen. Wir haben in den letzten Wochen soviel Gemüse & Fleisch gegessen, Suppe stand auch oft auf dem Plan. Heute soll es mal etwas Süßes geben und da die Kinder sich das schon so lange wünschen, gibt es heute Milchreis mit Pfirsichen dazu. Mhhh, lecker! Ich setze gleich die Milch auf, aber vorher lese ich das Kapitel noch zu Ende. Gerade erforscht Celaena die Geheimnisse Erileas und schlimme Dinge geschehen erneut. Ich darf nichts verraten, ich möchte euch nicht die Spannung nehmen, indem ich spoilere. Aber ich kann euch eins zusichern: Das Buch hat spitze. Es wird von Seite zu Seite stärker und ich bin schon sehr gespannt auf die E-Shorts zu dieser Trilogie. Im September erschien »Celaenas Geschichte 1 – Throne of Glass« als Ebook im dtv Verlag. Diese Vorgeschichte handelt von Celaenas Leben vor ihrer Gefangenschaft, ich werde es sogleich im Anschluss an den ersten Band lesen.

Schnell Milch aufsetzen und dann weiterlesen! :-)

20:00 Uhr – festgelesen!

Heute habe ich wirklich viel gelesen, mehr als in den letzten Wochen zusammen. Nachdem ich vor ein paar Tagen »Die Kunstjägerin« von Elis Fischer an einem Tag verschlungen habe, komme ich auch bei »Throne of Glass« sehr gut voran. Die Story ist aber auch wirklich spannend, die Protagonistin gefällt mir mittlerweile ganz gut und beweist erfreulicherweise Köpfchen und Durchhaltevermögen. Ob ich das Buch heute noch beenden kann? Warten wir es ab. Zwischendurch habe ich mir die aktuellen Hochrechnungen der Bundestagswahl 2013 angesehen und muss sagen, ich bin… gelinde gesagt… sprachlos. Das können ja heitere vier weitere Jahre werden!

Ich widme mich mal lieber wieder meinem Buch…

Montag, 23. September um 01:30 Uhr: Schluss für heute.

1240532_634754053226002_161663689_nSchade, meine Reise mit Celaena Sardothien ist vorerst beendet, der erste Band der Fantasytrilogie der jungen Autorin hat mir sehr gut gefallen und macht Appetit auf die Fortsetzung nächstes Jahr. Die Wartezeit können wir uns mit den Ebooks rund um Celaenes Welt versüßen, das erste eShort erschien bereits Anfang September und ist auch schon auf meinem Kindle eingezogen. Wäre dieser gerade nicht so akkuschwach, würde ich das Buch gleich jetzt noch im Anschluss lesen. Doch so warte ich damit eben bis morgen. Meine Eule liegt auch schon ganz ermattet in der Ecke und träumt von nächtlichen Beutezügen, deswegen werde ich mich jetzt auch in die kuschligen Federn begeben und von Schlössern aus Glas träumen *zwinker* schlaft gut. Morgen lesen wir uns wieder!

Gute Nacht!

Dienstag, 24. September um 23:13: Ich mag Harry Quebert!

1174703_635548209813253_1701522973_nSoooo, da bin ich wieder und melde mich kurz aus den Tiefen meines kuschligen Lesesessels. Der nächste Tag rund ums Lesen ist beinahe zu Ende. Da ich mein vorheriges Buch »Throne of Glass« fertig gelesen hatte und bisher nicht die Muse fand, meine Eindrücke zu virtuellem Papier zu bringen, habe ich mir wieder meinen Joël Dicker geschnappt und jage gemeinsam mit Marcus Goldmann dem Mörder Nolas hinterher. Sehr spannend geschrieben, eine zarte Liebesgeschichte und die Wechsel zwischen 1975 und 2008 lassen dieses Buch nie langweilig werden. Ich rätsele, mutmaße und stelle hier wilde Theorien auf, wer der Mörder gewesen sein könnte. So einige haben da ein Motiv. Morgen geht es weiter! Jetzt ziehe ich mich mit unserer neuen Blueray-DVD von Arielle und der einfach unvergleichlich guten, absolut schönen originalen Synchronisation von 1989 ins Kuschelbett zurück. Schlaft schön

„Marcus, wissen Sie, was die einzige Möglichkeit ist, um herauszufinden, wie sehr sie jemanden lieben?“
„Nein.“
„Ihn zu verlieren.“
– Joël Dicker »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« | Seite 241

Ich wünsche euch noch eine schöne, buchige Lesenacht ♥

sandra_signed

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4 Comments

  • Reply BeautyBooks 23. September 2013 at 09:34

    Ein so schöner Beitrag :)
    Ich kann dir sagen, dass es hilft <3 Mir wurde es in den letzten Tagen und Wochen immer wieder gesagt, dass ich alles aufschreiben soll was mich bedrückt.. Ich habe mir nun ein schönes Büchlein gekauft.. Und schreibe all meine Gedanken, meine Wut und meine Ängste, und alles was mich beschäftigt hier hinein.. Ich habe das dichten für mich entdeckt, und packe alles hinein, was mir auf der Seele liegt.. An manchen Tagen fällt es mir leichter, an manchen schwerer.. Ich habe so furchtbare letzte Tage hinter mir.. Ich habe nun mein Büchlein wieder in die Hand genommen, und geschrieben, und geschrieben und geschrieben.. Heute bin ich wieder etwas positiver, habe den kleinen Mann in die Schule gebracht, mit einem Lächeln.. Und ich bin so stolz auf mich, dass ich diesen Tag mit einem Lächeln begonnen habe <3

    • Reply Sandra 23. September 2013 at 17:48

      Kuckucks Stephanie,

      danke dir! Ja, so ein bisschen Tagebuch schreiben, um das Herz zu erleichtern, habe ich ja früher schon mal gemacht. Lange her. Man kann über vieles mit Freunden sprechen, mit der Familie. Doch manchmal tut es gut, einfach für sich zu sein und seine Gedanken mit geduldigem Papier zu teilen. Es ist dankbar für jedes geschriebene Wort, ohne sich angegriffen zu fühlen. Wer weiß, vielleicht teile ich meine Gedanken mit anderen Menschen, schreibe die Geschichte nicht nur für mich auf. Vorerst mache ich mir darüber keine Gedanken. Es ist einfach an der Zeit, die dunkle Blase, in der ich seit einigen Jahren lebe, platzen zu lassen und wieder ins Licht zu treten. Lachen, Freude empfinden, und das länger als nur mickrige fünf Minuten am Stück.

      Ich wünsche uns beiden, dass wir einen Weg finden, mit dem Schmerz klarzukommen, einen Weg, frei von Hass und dunklen Gedanken, die uns nur tiefer in den Strudel der Traurigkeit ziehen. Das Leben ist zu kurz, die Momente zu kostbar, als sie damit zu verschwenden. Unsere Familien brauchen uns..

      Möge das Lächeln wieder kommen ;-)

  • Reply Ankas Geblubber 22. September 2013 at 15:31

    Liebe Sandra,
    was für ein wundervoller Blogbeitrag. Ich weiß zwar nicht, was du laut deiner Freunde aufschreiben sollst, stelle mich aber hinter sie und stimme ihnen zu. Du schriebst toll, das merkt man schon allein an diesem schönen Beitrag.
    Wie schön, dass du bei unserer Lesenacht XXL dabei bist!
    Eine schöne Lesezeit,
    liebe Grüße
    Anka

    • Reply Sandra 22. September 2013 at 16:00

      Anka ♥

      danke dir, ich habe es mir einfach von der Seele geschrieben. Ich freue mich, dabei zu sein und wer weiß, vielleicht steht auch bald von mir ein Buch in den Regalen.. ;-)

      Liebe Grüße
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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