Kino

{Kino-Review} San Andreas 3D | Mai 2015

7. Juni 2015

Einen schönen Sonntag euch allen,

heute habe ich mal wieder Lust, über einen Film zu schreiben. Es handelt sich dieses Mal nicht um eine Buchverfilmung, sondern um den aktuellen Katastrophenfilm »San Andreas«, den wir vergangene Woche auf der Leinwand angesehen haben. Wie mir das 3D-Spektakel gefallen hat, berichte ich euch jetzt.

San Andreas 3D | Wackliges Katastrophenszenario

„Ein Erdbeben in Stärke 9 auf der Richterskala erschüttert Los Angeles, das Ausmaß der Zerstörung ist gewaltig. Rettungspilot Ray zögert keine Sekunde: Mit seiner von ihm in Trennung lebenden Frau Emma fliegt er in seinem Hubschrauber von San Francisco Richtung Süden los, um in der verwüsteten kalifornischen Metropole nach seiner Tochter zu suchen und sie zu bergen. Die Fahndung in den Trümmern gestaltet sich als unübersichtlicher als gedacht. Und als überaus gefährlich: Nachbeben erschweren die Suche.“ © Warner Bros.

Effekte 4|5 · Handlung 1|5

Ich habe den Trailer erstmals in der Werbung zu einem anderen Film im Kino gesehen und dachte mir so, „Joa, nettes Popcornkino, kann man sich ruhig mal auf der großen Leinwand ansehen, das kommt in 3D sicher ganz gut rüber“. Popcornkino, exakt das trifft es – aber mehr auch nicht. Da ich nichts anderes erwartet habe, setzte ich mich mit der Erwartung in den Sessel, zwei Stunden lang ein rauchendes, lärmendes, effektvolles Erdbebenspektakel zu sehen; und genau das bekam ich auch. Brad Peyton hat nicht nur große Felsbrocken auf Passanten stürzen lassen, sondern gleich ganz San Franzisko wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lassen, mit viel Staub, Explosionen und Getöse. Ehrlich gesagt habe ich von den 3D-Effekten nicht sonderlich viel gemerkt, das Ganze hätte also sicherlich auch gut ohne 3D funktioniert.

Katastrophe in mehrfacher Hinsicht

Es war schon beeindruckend zu sehen, wie sich beispielsweise das Beben wie eine Welle durch die Stadt vorwärts bewegte, gewaltige Häuser wie Streichholzschachteln umkippten und mitten drin Rettungspilot Ray alias Dwayne Johnson. Sorry, aber der Mann kann einfach nicht schauspielern, jedenfalls nicht in diesem Fall. Da halfen auch keine Muskelpakete mehr, wenn du eine Szene wie diese vor Augen hast: Tochter in der Klemme, also ich meine, so richtig in der Klemme. Papa und Mama müssen sich aber erstmal theatralisch und knutschend voneinander verabschieden. Tochter retten? Das muss eben mal kurz warten. Oder diese Stelle:

Achtung Spoiler!

Der Plot, sofern man ihn überhaupt als solchen bezeichnen kann, ist für sich gesehen schon eine Katastrophe. Dem Zuschauer werden die Klischees so dermaßen platt ins Gesicht geklatscht, dass ich mehr als einmal mit den Fingern auf der Lehne trommelte und hoffte, das alsbald ein Hochhaus auf den einen oder anderen Charakter fallen möge. Die einzige vergleichsweise starke Schauspielleistung gab Alexandra Daddario als Rays Tochter zum Besten. Hätte ich nicht zufällig im Abspann gelesen, wen Kylie Minogue verkörpert hat, wäre mir die Sängerin gar nicht aufgefallen – ich habe sie jedenfalls nicht erkannt. Auch der restliche Cast bleibt ziemlich blass und so sollte man sich einfach an den gut gemachten Effekten ergötzen. Deswegen sind ja wir schließlich überhaupt ins Kino gegangen, right?


San Andreas
Regie: Brad Peyton | Dwayne Johnson, Carla Gugino, Alexandra Daddario…
ab 12 Jahren | 114min | Mai 2015
Film auf imdb


Fazit: Die Tatsache, dass ich am Ende des Films hoffte, der halbe Kontinent bräche mal eben so einfach ins Meer ab (2012, Roland Emmerich) spricht wohl eine deutliche Sprache. Eine 9,5 auf meiner ganz persönlichen „Richterskala“ bekommt der Film von mir nicht. Wer einen unterhaltsamen Kinoabend bei Popcorn und Cola verbringen möchte, ohne zuviel nachzudenken zu müssen, ist mit San Andreas 3D ganz gut beraten. Aufgrund der gelungenen Spezialeffekte vergebe ich noch

🎬🎬🎬 3 von 5 Filmklappen

Habt ihr euch San Andreas im Kino angesehen? Wie gefiel euch der Film?

Habt einen schönen Sonntag

sandra_signed

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3 Comments

  • Reply {Blogtalk am Wochenende} Plaudern & Stöbern | Büchernische 19. Juni 2015 at 17:24

    […] aufmerksamer Leser des Blogs meiner Buchbloggerin weiß ich natürlich, dass über diesen Film schon ein Artikel existiert. Deshalb hier nun der erste Teil einer zweiteiligen Reihe von Filmen, welche ich mit meiner […]

  • Reply Melissa 7. Juni 2015 at 16:55

    Das sind so viele, die ich im heimischen Kino ansehe. Und mir ist der Trailer gar nicht so richtig im Gedächtnis hängen geblieben, bis – meine ich – du den Film auf twitter erwähnt hast…

    • Reply Sandra 7. Juni 2015 at 17:22

      Der Trailer bleibt auch nicht wirklich im Gedächtnis hängen, der Titel unter Umständen vielleicht. Man könnte den Film auch genauso gut zuhause im Heimkino gucken, muss man nicht unbedingt ins Kino für ;)

      Wochenendgrüße
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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