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Gemeinsam lesen & plaudern #Leseparty

14. März 2015

Ihr Lieben,

Erinnerungen an Leipzig 2013

Erinnerungen an Leipzig 2013

ja auch ihr, die gerade in Leipzig durch die Messehallen düsen, Termine mit Verlagsmitarbeitern haben, in Büchern blättern, Messeluft schnuppern, das eine oder andere Interview führen, selbst interviewt werden, mit einem großen, bezaubernden Plüschwal schmusen, Autoren für gemeinsame Fotos im Arm halten und… hach, noch so viel mehr in Leipzig erleben. Und wir, die zuhause sitzen, mit staunenden aber auch ein wenig traurigen Augen all die schönen Fotos betrachten und zur gemeinsamen Ablenkung lesen und plaudern. Uns alle vereint die Liebe zum Buch, egal an welchem Ort auf der Welt. Das geschriebene Wort inspiriert, bringt zum Lachen und Nachdenken, berührt und sorgt für spannende Momente. Lasst uns das gemeinsam genießen. Das wollte ich nur mal gesagt haben, aus Gründen.

Sehnsucht nach Herzmenschen.

Ich möchte hier ein wenig über die letzten Tage schreiben, seit die Messehallen den Besucherströmen Tür und Tor geöffnet haben. Es ist seltsam, wirklich seltsam und bedrückend im ersten Moment gewesen, dieses Jahr nicht durch die Gänge zu huschen. Ich muss mir das nun einfach von der Seele schreiben, vielleicht hilft das ja ein bisschen.

Zweimal nun war ich diejenige, die Fotos bei Instagram hochgeladen oder mich mit anderen Bloggern per Twitter gesucht und gefunden hat. Ich vermisse es sehr, hat Leipzig doch sein ganz eigenes Flair, und das nicht nur aufgrund der parallel stattfindenden Manga Convention. Gerade die bunt kostümierten Cosplayer waren stets ein beliebtes Motiv vor meiner Kamera. Doch am meisten vermisse ich die Menschen, die genau wie ich sonst über ganz Deutschland verstreut wohnen und sich mindestens zweimal im Jahr – wenn man sich nicht zwischendurch auf Lesungen oder absolut famosen Events trifft – auf der großen Messe wieder sehen, in die Arme fallen und plaudern, bis die Mundwinkel Muskelkater haben. Nicht zu vergessen die Bäume, die es zu umarmen galt, nicht wahr Karin und Inga?

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Bloggen & Literatur knüpft Freundschaftsbande

Das alles fehlt dieses Mal sehr und so bin ich eben, ein sehr sensibler und emotionaler Mensch. Ganz ehrlich? Die ersten beiden Messetage am Donnerstag und Freitag waren hart, sicher nicht nur für mich, denn viele bekannte Gesichter fuhren ebenfalls nicht nach Leipzig. Anfang März dachte ich mir noch, „ach das wird schon nicht so schlimm sein. wir haben ja eine schöne Ablenkung, lesen gemeinsam, plaudern ein bisschen…

Natürlich, denn es gibt wieder einige tolle von Bloggern organisierte Aktionen, und ich bin sehr dankbar dafür, dass ihr euch die viele Arbeit und Mühe gemacht habt, um etwas auf die Beine zu stellen, ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an euch, fühlt euch einfach alle angesprochen!  ich finde es schön, mit euch über allerlei Themen zu plaudern, zu erfahren, wie andere ihre Rezensionen schreiben oder welches Buch sie als letztes gelesen und geliebt haben. Außerdem ist es immer wieder erstaunlich, wie viele neue Blogs man bei solchen Events entdeckt. Mein Feedreader füllt sich ;-)

»The Diviners« und ich.

Zurück zur Leseparty. Ich wollte euch ja ein wenig berichten, was ich die letzten Tage so gemacht habe. Zunächst hatte ich überhaupt keine Zeit zum Lesen. Diese Kombination aus sehr anstrengendem Pubertier und zickigem 4jährigen stößt gerade öfter an meine Grenzen. Manchmal würde ich mir am liebsten eine Decke über den Kopf ziehen, mich auf eine einsame, ruhige Insel wünschen, mitsamt Liegestuhl, Cocktail und einem kleinen Bücherregal neben mir. Einziges Geräusch: Wellenrauschen und das Rascheln von Palmblättern. Sonst. nichts. Wir haben sie ja lieb, aber manchmal wäre so ein bisschen weniger Zickigkeit und pubertäres Geplärre wirklich nicht schlecht.

Apropos Pubertier!

Ach, wo wir gerade beim Thema Pubertier sind: Die liebe Petzi hat mir eben einen grandiosen Buchtipp aus dem Hause Hanser gegeben. Seit Oktober 2014 Zeit veröffentlicht der Verlag unter seinem Digitallabel »Hanser Box« in kleinen Ebooks Geschichten, ausführliche Reportagen oder Sachbücher von namenhaften Autoren. An den Start ging das Imprint mit 10 Titeln, mittlerweile wird jede Woche ein neues Ebook veröffentlicht und eines hat es mir nun ganz besonders angetan. Timo Parvelas »Gebrauchsanweisung für Pubertierende«. Der Autor ist bereits als Kinderbuchautor etabliert und sehr beliebt, am bekanntesten ist seine humorvolle Reihe um die kleine Ella.

parvela buchboxIhr Kind lächelt Sie an? Durchsuchen Sie seine Taschen! Die braunen Krümel sind vielleicht keine Schokolade …

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben dreizehn lange Jahre selbstlos Ihr Kind gefüttert, gekleidet und erzogen, und jetzt ist es groß. Findet es zumindest selbst. Die Garantie für Ihr Kind ist, wie Sie wissen, abgelaufen, eine Rückgabe also keine realistische Option. Doch auch hier sehen wir einen Silberstreif am Horizont: Timo Parvela, Autor der „Ella“-Bücher und ausgewiesener Experte für das Chaos mit Kindern, hat uns zum ernsten Thema Pubertät ein paar wichtige, um nicht zu sagen überlebenswichtige Ratschläge zusammengestellt.

Timo Parvela · Gebrauchsanweisung für Pubertierende · Hanser Box · Ebook · 27 Seiten · Oktober 2014

Dieses kleine aber feine digitale Büchlein werde ich mir heute Abend noch zu Gemüte führen. Aktuell brodelt es ganz schön im Hause Büchernische, da bietet sich dieses Werk geradezu lautstark an. Danke liebe Petzi für den Tipp! Es locken noch viele weitere Titel aus dem digitalen Programm, die ich in den nächsten Monaten mit Sicherheit noch genauer unter die Lupe nehmen werde, allen voran das kleine digitale Kästchen von R.J. Palacio »Wunder – Wie Julian es sah«. Palacios Jugendbuch »Wunder« war eines meiner Lesehighlights im Lesejahr 2013. Ich kann es euch weiterhin nur dringend ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

Wartet mal, ist da etwa noch ein kleiner Motivationsschubser notwendig? Nur zu, hier findet ihr meine Rezension zu diesem fabelhaften Werk! Achja, und wo wir nun schon gerade bei Buchtipps sind. Das hier muss ich nicht weiter kommentieren, oder?

Zurück zu mystischen Lektüre

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2015-03-14_1426355639However. Ich kam also nicht zum Lesen. Das Buch, das ich mir ausgesucht hatte, Libba Brays »The Diviners: Aller Anfang ist böse« ist der erste Band einer neuen Reihe, welcher letztes Jahr beim dtv Verlag erschien. Es gab eine tolle Aktion rund um das Buch der US-Autorin und als ich die Leseprobe las, war ich so gefesselt, dass ich sofort wusste: „Das musst du lesen!“ Ich bekam es sodann bei der Bloggeraktion als Rezensionsexemplar und freute mir ein Loch in den Bauch. Bis das Leben 1.0 wieder mal einen Strich durch die Leserechnung des Lebens 2.0 malte, so einen richtig fetten, saftigroten Strich, der mich zur Pause zwang. Lesen? Schreiben? Kreativ sein? Rien ne vas plus. Es tat mir sehr leid, dass ich einiges liegen lassen musste; so auch Rezensionen, die noch darauf warteten, geschrieben zu werden. Bücher, die ich lesen wollte und es schlichtweg nicht konnte.

Heute, ein halbes Jahr später habe ich fast 180 Seiten gelesen, nachdem ich sechs lange Monate lang kein einziges Buch in der Hand hatte. Das macht mich glücklich, denn wieder in eine Buchwelt abtauchen zu können, ohne mich von Sorgen ablenken zu lassen, ist ein großartiges Gefühl. Gerade eben habe ich spontan einen Kuchen gebacken und nun schwebt ein zarter Hauch von Zimt an meiner Nase vorbei, während ich selbige schon wieder in diese spannende Geschichte versenke. Das Rezept habe ich heute übrigens ganz zufällig auf dem Blog von Zucker, Zimt & Liebe entdeckt und sofort abgespeichert. Der Zimtschneckenkuchen schmeckt himmlisch, liebe Jeanny!

diviners

Die ersten 120 Seiten sind wahrlich überladen mit Informationen, eine Vielzahl von Charakteren wird eingeführt und im ersten Moment fühlte ich mich ein wenig erschlagen. Doch nun wird der Handlungsfaden endlich straff gezogen und der Plot kommt zum Wesentlichen. Ich mag die Grundstimmung der Geschichte: Düster, etwas mystisch, das Flair der 20er Jahre ist auf jeder Seite spürbar. Dazu höre ich gerade eine Playlist mit Musik dieser Epoche mit flotten Kurzhaarfrisuren, inmitten von Prohibition und Hinterhofkneipen voller junger Damen, die von einer Karriere als Tänzerin träumten. Libba Bray hat ein Händchen dafür, das muss man schon sagen. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Story nun bewegt! Ein großes Dankeschön übrigens an dieser Stelle an die liebe Sabrina von den Bookwives, welche mir das Autogramm von Libba Bray beim Meet & Greet in Frankfurt mitgebracht hatte! 

New York, 1926

Sie wandelt in deinen Träumen.
Sie kennt deine dunkelsten Geheimnisse.
Sie ist ein Diviner.

divinerEvie O’Neill hat eine besondere Gabe: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Als sie diese Gabe auf einer Party zum Besten gibt und enthüllt, dass der reichste Erbe des Ortes eine Affäre mit einem Dienstmädchen hat, wird sie aus ihrer Kleinstadt in Ohio verbannt – zu ihrem Onkel Will, dem Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes im aufregenden New York. Dort genießen Evie und ihre Freundin Mabel ausgiebig das Nachtleben und die Flirts mit attraktiven jungen Männern. Bis ein grausamer Ritualmord die Stadt erschüttert. Als die Polizei nicht mehr weiter weiß und ihren Onkel um Hilfe bittet, stecken Evie, Mabel sowie Wills junger Assistent Jericho und der mysteriöse Taschendieb Sam plötzlich mitten in den Mordermittlungen. Evie ist begeistert, dass sie ihre abe endlich einsetzen darf. Aber sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt …

Libba Bray · The Diviners – Aller Anfang ist böse · Band 1|4 · dtv Verlag · Okt. 2014

In welcher Buchwelt auch immer ihr euch heute Abend bewegt, ich wünsche euch viel Freude beim Lesen, genießt es, schaltet ein wenig ab und wenn ihr Langeweile habt, wisst ihr, wo für Ablenkung gesorgt wird. Ein großes Dankeschön für all eure Mühen und ganz liebe Grüße nach Leipzig möchte ich an dieser Stelle noch an Diana und Kathrin richten. Ihr seid solche herzensgute Menschen

Alles Liebe

sandra_signed

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7 Comments

  • Reply Melissa 15. März 2015 at 09:56

    Ich war bislang zwar nur einmal in Frankfurt und habe dort leider keine so guten erlebnisse mit der Bloggerszene gehabt, aber dennoch sprichst du mir aus der Seele! Mittlerweile habe ich so viele schöne Blogs und nette Menschen dahinter kennengelernt, dass ich sie gerne einmal persönlich treffen wollen würde. Und Leipzig scheint mir da besser geeignet als Frankfurt. Nur leider spielt der Job da leider einfach nicht mit. Vielleicht dann aber nächstes Jahr!
    Liebe Grüße
    Melissa

    • Reply Sandra 15. März 2015 at 10:59

      Guten Morgen liebe Melissa,

      Frankfurt ist in der Tat um einiges größer dimensioniert als Leipzig, es ist ein ganz anderes Messegefühl als in Leipzig, wo sich alles etwas familiärer anfühlt. Ich mag beide Messen sehr. Es tut mir sehr leid, dass du schlechte Erfahrungen mit der Bloggerszene gemacht hast. Das lag dann vielleicht nicht direkt an Frankfurt, sondern eher an den Menschen, mit denen du es zu tun hattest, oder? Vielleicht findest du ja dieses Jahr evtl. noch einmal Zeit für Frankfurt und dann zeige ich dir ein paar sympathische Gesichter :-)

      Einen schönen, entspannten Sonntag ♥
      Sandra

      • Reply JackBaker 15. März 2015 at 22:08

        Sandra,
        das ist eine sehr gute Idee!

  • Reply JackBaker 15. März 2015 at 06:48

    Hallo liebste Sandra,

    ganz herzlichen Dank für diesen tollen Artikel bzw. Blogbeitrag.

    Fühl dich gedrückt!!!!!

    Jack

    • Reply Sandra 15. März 2015 at 10:29

      Guten Morgen lieber Jack ♥

      Ich drücke dich und euch zurück!

      Liebe Grüße nach Leipzig
      Sandra

  • Reply Aer1th 15. März 2015 at 00:04

    Schöne Worte. :)

    Ich bin auch eine Daheimgebliebene, allerdings kann ich nicht aus Erinnerungen schöpfen und wehmütig zurückblicken, denn ich war tatsächlich noch nie auf einer Buchmesse.
    Bisher hat mich die Furcht vor Menschenmassen davor zurückschrecken lassen. Aber ich bin auch meinen Weg gegangen und als mein Mann mich dabei beobachtet hat, wie ich mir die ganzen Messebilder und -beiträge angeschaut und durchgelesen habe, meinte er, dass wir es nächstes Jahr gemeinsam mal mit Leipiz versuchen sollten. :)

    Die Idee gefällt mir sehr, sehr gut. Wäre ich auch so gerne Teil des großen Ganzen. :) Na mal gucken, vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr ganz zufällig auf der Messe. :D

    Liebe Grüße
    Miriam

    • Reply Sandra 15. März 2015 at 00:14

      Liebe Miriam,

      ich kann das gut nachvollziehen. Die Menschenmassen können beängstigend sein. Wenn das für dich ein Problem darstellt, solltest du dir erst einmal Leipzig ansehen, und vor allem an den Fachbesuchertagen über die Messe laufen. Da ist noch nicht so viel los und man kann sogar noch Fotos von den Ständen machen, ohne dass alle 0,5 Sekunden jemand ins Bild läuft :-)

      Ich weiß noch, wie aufgeregt ich vor meiner allerersten Messe war. Ich war so hibbelig, meine Güte. Und ich habe mich nicht getraut, jemanden anzusprechen. Nun habe ich schon 3 Messen hinter mir, alle drei als Bloggerin und ich liebe es ♥ es wäre sehr schön, wenn wir uns mal treffen können. Nächstes Jahr bin ich in Leipzig wieder dabei ;-)

      Liebe Grüße
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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