(Blog)aktionen

{Blogparade} Der beliebteste Blogartikel

16. Juni 2015

Guten Morgen ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid gestern alle gut in die neue Woche gekommen. Ich bin heute morgen während meiner morgendlichen Blog-Stöberrunde auf einen Artikel bei Mona gestoßen, der mich neugierig gemacht hat. Sie hat bei einer Blogparade mitgemacht, bei der es um den erfolgreichsten und beliebtesten Artikel deines Blogs geht. Ich werfe zwar schon recht regelmäßig einen Blick auf Besucher und Statistik, doch so genau habe ich dann auch noch nicht hingesehen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal nach den beliebtesten Suchbegriffen Ausschau gehalten, die Besucher hier in die Nische führen. Interessant, und teilweise auch witzig. Die Frage, mit der sich nun die Blogparade von Cloudworkers.at beschäftigt, lautet wie folgt:

Welche waren eure erfolgreichsten Blogartikel und was denkt ihr, warum diese so erfolgreich geworden sind?

1. Welcher eurer Blogartikel ist der beliebteste?

Spontan hätte ich darauf getippt, dass die 10-Dinge-Kolumnen die Topliste anführen, doch dem ist nicht so. Der beliebteste Artikel ist meine Rezension zu Margit Ruiles Kinderbuch »Mira und das Buch der Drachen«, dem Finale der Mira-Kinderbuchtrilogie, welches bereits 2013 bei arsEdition erschienen ist. Dabei wurden die Zugriffe auf den Artikel selbst bewertet. Das erstaunt und freut mich gleichzeitig sehr, denn dann ist die Kindernische offenbar gar nicht so unbeliebt, wie ich zeitweise vermutet hatte. Ich kenne nicht so viele Blogs, die sowohl Kinderbücher als auch anspruchsvollere Literatur lesen. Umso mehr freut es mich, dass auf meinem Blog sehr oft im Kinder- und Jugendbuchbereich gestöbert wird.

Mira und der weiße Drache mirano2.jpg Mira und das Buch der Drachen Margit Ruile Arsedition

Am häufigsten im Netz geteilt wurde übrigens in der Tat die Kolumnenreihe ‚10 things‚, wobei »{10Things} 2×5 Dinge, die man wissen sollte, bevor man mit einer Buchbloggerin zusammenzieht« die Socialmediastatistik anführt, gefolgt vom zweiten Teil. Top10 sind stets beliebt, das habe ich schon öfter festgestellt.

2. Was denkt ihr ist aus eurer Sicht der Grund weshalb diese Artikel so erfolgreich wurden?

Das ist eine gute Frage, die ich spontan so nicht beantworten kann. Ich gebe mir bei allen Artikel viel Mühe, sie inhaltlich wie optisch ansprechend zu gestalten. Ich habe bei der Rezension zum Mira-Finale nichts gemacht, was ich nicht auch bei anderen Rezensionen mache. Meistens sitze ich eine ganze Weile an einem Text, korrigiere, ändere um, lasse ein wenig Zeit verstreichen, lese noch einmal drüber. Manchmal auch erst einen Tag später. Vielleicht ist der Erfolg des Artikels einfach der Tatsache geschuldet, dass es der Abschlussband einer beliebten Kinderbuchreihe war – die übrigens die Aufmerksamkeit wirklich verdient hat, auch heute noch.

3. Was habt ihr dadurch gelernt bzw. für die Zukunft an Erfahrung mitgenommen?

Kinderbuchrezensionen scheinen nicht so unbeliebt zu sein, obwohl ich öfter das Gefühl hatte, gemessen an Likes unter dem Artikel, Reaktionen im Socialmedia oder Kommentarfeedback. Da ich nicht immer das neueste Buch vom neuen lese, sondern auch gern mal in die sogenannte Backlist greife, bin ich ehrlich gesagt erleichtert, dass auch Rezensionen zu älteren Büchern noch gern und oft aufgerufen werden. Das bestärkt mich nur in meiner Einstellung, nicht immer das neueste Buch lesen zu müssen, denn das würde mich ehrlich gesagt zu sehr stressen. Ich habe einen ordentlichen SuB hier zuhause und seit meiner Pause bemühe ich mich, öfter meinem Regal der ungelesenen Schätze zu widmen. So werde ich das auch weiterhin handhaben.

4. Was würdet ihr auf eurem Blog / in euren Blogartikeln definitiv nicht mehr machen?

Das ist nicht so leicht zu beantworten. Ich bereue ehrlich gesagt keinen meiner Artikel, habe jedoch für mich entschieden, unter anderem bei »Blogger schenken Lesefreude« vorläufig nicht mehr teilzunehmen. Die Aktion ist im Kern eine sehr gute, herzliche Aktion, ihre beiden Organisatorinnen zwei Menschen, die ich schätze und die sich unheimlich viel Mühe geben. Sie können nichts dafür, dass es Menschen gibt, die bei solchen Aktionen nichts Besseres im Sinn haben, als zu betrügen. Teilnahmen mit mehrfachen Emails oder Kommentaren bei gleicher IP-Adresse sind keine Seltenheit, doch bei BsL häufte es sich teilweise zu einem nicht mehr erträglichen Maß. So macht das keinen Spaß und darum nehme ich vorerst Abstand von der Veranstaltung – was nicht bedeutet, dass ich dies für immer so handhaben werde.

myblogmyrulesWas ich ebenfalls niemals machen werde: meine Grundsätze über Bord zu werfen. Ich verbiege mich nicht, um mehr Besucher zu bekommen. Ich schreibe keine beschönigenden Artikel, ich mag keine vorgefertigten Textpassagen, was auch der Grund ist, warum ich bei einigen Aktionen nicht mehr teilnehme. Vor ein, zwei Jahren gab es für manche Aktionen noch vorgefertigte Texte, die man 1:1 in seinem Blogartikel übernehmen sollte, so dass sich eine Flut gleicher Phrasen ins Netz ergoss. Langweilig. Mein Blog, mein Schreibstil, meine eigene Art zu formulieren. Ich bin des Deutschen mächtig, brauche und möchte keine Textbausteine; Ausnahme ist natürlich der Klappentext eines mir noch unbekannten Buchs, denn auch bei Rezensionen formuliere ich die Inhaltsangabe selbst. Genauso wenig lasse ich mir vorschreiben, wie meine Rezensionen aufzubauen sind; ob ich beispielsweise Übersetzer nenne oder nicht, ist meine Entscheidung. Es gibt allgemeingültige Richtlinien wie Ehrlichkeit, Transparenz, respektvolle Kritik (beispielsweise zu einem negativen Leseerlebnis) und ordentliche Rechtschreibung & Grammatik, in deren Rahmen ich gedenke, mir meine Freiheiten zu nehmen. Gestern, jetzt und in Zukunft.

5. Welche drei Tipps würdet ihr, jungen Bloggern mit auf den Weg geben, die ihr euch damals gewünscht hättet?

Vernetzt euch, doch biedert euch nicht an. Seht euch um in dieser vielfältigen Bloggersphäre, mit seinen zahlreichen, unterschiedlichen Blogs. Entscheidet euch für einen aussagekräftigen Blognamen, mit dem man euch identifizieren kann. Wie Mona auch schon schrieb: Überlegt euch bei Zeiten, ob ihr kostenlos über WordPress oder Blogger bloggt oder gleich den (meiner Meinung nach sinnvolleren) Schritt zum selbst gehosteten Blog mit eigener Domain wagt. Entwickelt ein Designkonzept, das Wiedererkennungswert hat, das geht schon mit einfacheren Mitteln, ohne professionelle Kenntnisse in teuren Grafikprogrammen. Wertet eure Artikel mit Fotos (CreativeC0mmonZero-Fotos gibt es beispielsweise von unsplash.com) auf, fügt Absätze und Überschriften ein, das sorgt in Verbindung mit hellem Hintergrund für bessere Lesbarkeit eurer Artikel. Wenn ihr euch einen Rezensionsaufbau angewöhnt habt, bleibt im Grundgerüst dabei und ändert nicht von Rezension zu Rezension alles um. Wenn ihr Fragen habt, fragt andere Blogger; sie werden euch sicherlich gern helfen, solange es nicht Phrasen wie ‚Wie bekomme ich möglichst schnell ganz viele Besucher und Rezensionsexemplare?“ sind. Bloggen braucht Zeit und Geduld; dein Blog geht mit der Zeit auf wie ein gut gelungener Hefekuchen. Blogge mit Herz, mit Verstand und stehe zu dem, was du schreibst. Das waren nun mehr als drei Tipps, doch das ist das, was ich euch wünsche und empfehlen möchte.

Meine Top 5 der beliebstesten Nischenartikel


#1 Margit Ruile – Mira und das Buch der Drachen | Band 3, Trilogiefinale – Rezension 2013
#2 Teri Terry – Gelöscht | Band 1, Trilogieauftakt – Rezension 2013
#3 Tagtime: 100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte – Topliste 2013
#4 Kerstin Gier – Silber: Das erste Buch der Träume | Band 1, Trilogieauftakt – Rezension 2013
#5 Rainbow Rowell – Eleanor & Park | Standalone – Rezension 2014


Als beliebtester Kino-Artikel hat es übrigens meine Kinoreview zur fabelhaften Verfilmung von »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« ganz knapp nicht in die Top5 geschafft. Der Film war sowas. von. gut! Eine meiner liebsten Buchverfilmungen!

Wenn ihr Lust habt, auch bei der Blogparade mitzumachen, habt ihr noch bis 18. Juni dafür Zeit. Es gibt sogar etwas zu gewinnen, doch das war für mich nicht ausschlaggebend. Mehr Infos findet ihr auf cloudworkers.at. Ich hoffe, dass diese Blogparade auch für euch interessant war und freue mich auf euer Feedback. Habt einen schönen Tag! :)

Liebe Grüße

sandra_signed

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7 Comments

  • Reply Sarah Maria 19. Juni 2015 at 09:50

    Es gibt vorgefertigte Textbausteine für Blogartikel? Echt? Krass…. Das wusste ich gar nicht. – Würde sie aber, genau wie du, auch niemal verwenden. Das würde mir den kompletten Spaß am Bloggen nehmen. Ich blogge ja, um meine eigenen Texte zu verbreiten – nicht die, von anderen Leuten. Die kann ich auch dort lesen, wo sie entstanden sind. ;)

    Liebe Grüße zu dir und ein schönes Wochenende,
    Sarah Maria

    • Reply Sandra 19. Juni 2015 at 12:14

      Liebe Sarah Maria,

      ja die gibt es, z.B. für Buchpromotions. Es wird ein fester Text geliefert, den du in deinem Artikel platzieren sollst und drum herum kannst du dann noch schreiben, was du möchtest. Aber man scheint so langsam von dieser Art Vorgabe abzukommen, was ich sehr begrüße. :)

      Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Sandra

  • Reply Mel 17. Juni 2015 at 10:13

    Liebe Sandra,

    ein sehr schöner Artikel. Ich bin auch dafür, dass man seinen Blog so aufbaut, wie es einem gefällt. Ich halte auch nicht so viel von diesen ganzen Diskussionen, wie ein Artikel oder eine Rezension auszusehen hat. Klar müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden, aber das kann man auch gut alleine hinbekommen. Mach einnfach weiter so. Ich liebe dein Design. So schön schlicht und einfach und doch so wirkungsvoll.

    Lg Mel

    • Reply Sandra 17. Juni 2015 at 12:16

      Liebe Mel,

      danke dir ♥ auf jeden Fall, das macht ja einen Blogger aus, die persönliche Note. Vielen lieben Dank für das herzliche Kompliment, das ist Balsam für meine gerade ein bisschen gestresste Seele :-*

      Liebe Grüße und eine virtuelle Umarmung
      Sandra

    • Reply Mel 17. Juni 2015 at 14:46

      Ich hab nur die Wahrheit gesagt. *grins* Komplimente sind auch wichtig. Sonst weiß man ja irgendwann nicht mehr genau, warum das alles eigentlich macht, vor allem wenn man gestresst ist.

      Danke, für die Umarmung, die ich sehr gerne erwiedere. <3

      Lg Mel

  • Reply Sabrina 16. Juni 2015 at 12:29

    Liebe Sandra,
    interessant, wie man das selber so einschätzt – und wie dann die Wirklichkeit ist. :)
    Ich habe gerade geschaut: bei mir ist es tatsächlich die Rezension zu „Hüter der Erinnerung“.

    Hab nen tollen Tag!
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Reply Sandra 16. Juni 2015 at 13:35

      Huhu liebe Sabrina,

      ja das war wirklich überraschend, nicht so sehr dass es eine Kinderbuchrezension war, denn ich schreibe ja doch recht viele Rezensionen in diesem Genre, aber dass es dieses Buch war, überraschte mich positiv.

      „Hüter der Erinnerung“ kenne ich nun endlich immerhin den Film, das Buch habe ich noch nicht gelesen. Dabei wollte ich es zuerst lesen. Na, rennt ja nicht weg :)

      Dir auch einen tollen Tag! ♥

      Liebe Grüße
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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