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Ein Ausflug in die Biosphäre Potsdam

7. Juni 2013

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Huhu meine lieben Leser(innen)…

…heute gibt es mal ein wenig Geplapper abseits der Literatur, denn die Familie hinter der Büchernische hatte letzte Woche Besuch und so einige Ausflüge in die nahe Region unternommen. Ganz besonders gut gefallen hat uns dabei der Abstecher nach Potsdam. Dort haben wir die Biosphäre Potsdam besucht, eine riesige Halle, in welcher bei tropischen Temperaturen bis zu 30°C und einer drückenden Luftfeuchtigkeit von etwa 80% die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten bewundert werden können. Aktuell findet man zwischen Orchideen und exotischen Tieren auch eine Dinosaurier-Sonderausstellung, welche noch bis zum 15. September besichtigt werden kann.

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Hallo Potsdam, wir sind da :-)

Dinosaurier vor exotischer Kulisse

Morgens um 10 Uhr ging es los, in Richtung Landeshauptstadt, UNESCO-Welterbe und Kulturhighlight Brandenburgs. Das Wetter war schon die ganze Woche über nicht besonders gut, daher mussten wir auch unseren eigentlich geplanten Ausflug ins Bellantis Leipzig mitsamt Achterbahnfahrt & Co. absagen und eine Indoor-Alternative suchen. Wie sich später herausstellen sollte, meinte es das Wetter auch in Potsdam nicht besonders gut mit uns. Das vermag uns aber den Vormittag in der Biosphäre Potsdam und den anschließenden Besuch der Innenstadt inkl. dem Treffen mit zwei sehr lieben Menschen nicht zu verderben, auch wenn es unter einem blauen Himmel deutlich schöner geworden wäre – vor allem aus der fotografischen Perspektive.

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Am Eingang werden wir von den ersten Dinos begrüßt..

Als wir vor dem großen Gebäude standen, in welchem sich die tropische Flora und Fauna das ganze Jahr über bei sommerlich-tropischen Temperaturen bewundern ließ, fiel und sogleich der riesige Dinosaurier über der Eingangstüre auf. Auch im Foyer wurden wir von einer kuschligen Variante der ausgestorbenen Spezies begrüßt, der kleine Dino „en peluche“ ist wirklich absolut goldig, ich hätte ihn am liebsten mit nach Hause genommen *lach* flugs die Karten gekauft und los ging’s ins Getümmel! Die Halle war recht gut besucht, Schulklassen mit ihren Lehrerinnen zogen schnatternd und Füße trappelnd durch die schmalen Gänge, über Hängebrücken und tummelten sich vor den Aktionspunkten. Man konnte verschiedene Attraktionen selbst steuern, zum Beispiel eine Pumpe, welche einen Geysir in Gang setzte; oder eine Duftstation mit langen „Rüsseln“, in welche man seinen Rü.. ähm, seine Nase stecken und unterschiedliche, wohlriechende natürliche Aromen erschnuppern konnte. Mein Favorit: Vanille und Zimt. Mhhh, so toll! An einem weiteren Stand konnte man später an geschroteten Kakao- und Kaffeebohnen, bunten Pfefferkörnern, leuchtendgelbem Kurkuma und allerlei anderen leckeren Gewürzen schnuppern, herrlich! In einer kleinen Bambushütte konnte man mit einem Besen Fossilien „ausgraben“ und auf den Schautafeln im Hintergrund die spannende Entdeckung des T-Rex-Skeletts verfolgen.

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Nach einigen Minuten war uns wahrlich sehr heiß geworden, die Luftfeuchtigkeit war atemraubend hoch und ich war froh, dass ich mir nur ein leichtes Shirt angezogen hatte. Die Kamera um den Hals, die schwere Tasche auf dem Rücken und immer aufmerksam um mich blickend stiefelte ich gemeinsam mit meinem Mann und unserem Besuch über steinige Wege, vorbei an Schling- und Kletterpflanzen und darin entlangkrabbelnden, riesigen Insekten, während über uns in der gläsernen Kuppel Vögel frei herumflogen und ein kleines Zwitscherkonzert zum Besten gaben.

Zarte Flügel und ein ganz besonderer neuer Freund…

Ein ganz besonderes Highlight war das Schmetterlingshaus, welches man durch eine Schleuse betreten konnte und in welchem unzählige Schmetterlinge frei herumflatterten. Herrlich, diese bunten Farben! Ein einzelnen Exemplar fühlte sich bei meinem Mann sichtlich wohl, denn es landete immer und immer wieder auf seiner Schulter und machte es sich dort gemütlich. Nach ein paar Minuten erhob er sich, drehte eine Runde, tanzte mit einem seiner Artgenossen in der Luft herum und landete sogleich wieder auf diesem schicken türkisen Shirt-Untergrund. Neben mir befand sich noch ein weiterer Fotograf mit einer dicken Spiegelreflex samt 30cm-Objektiv im Raum und versuchte, ein Foto von zwei besonders schönen, türkis-schimmernden Schmetterlingen zu machen. Das wollte uns aber nicht recht gelingen, die beiden schwirrten sichtlich aufregt durch ihr Zuhause und gaben uns keine Chance, ein anständiges, unverwackeltes Foto zu shooten. Sei’s drum, das war ein tolles Erlebnis, ob mit oder ohne Foto.

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Entdeckungstour unter Wasser

Anschließend ging es über eine Hängebrücke mit allerlei exotischen Pflanzen, darunter wunderschöne Orchideen in Richtung Aquarium. Das war nicht einfach nur eine Ansammlung verschiedener Wassertanks; die Heimat der Fische befand sich in einem alten historischen U-Boot, ganz im Jules-Vernes-Look. Für einen Momente fühlte ich mich wieder wie im Disneyland Paris, denn die Kulisse erinnerte mich ein wenig an die dort so liebevoll gestalteten Kulissen der Nautilus und all der anderen farbenfrohen Attraktionen. Man konnte sich eine Taucherglocke über den Kopf ziehen – Achtung, nichts für Klaustrophobiker -, am Steuerrad stehen und Kurs auf die nächste Karibikinsel setzen. Achja, schön wär’s *zwinker* die Fische in ihren Aquarien kümmerte das alles recht wenig, sie schwammen im Kreis und präsentierten uns ihre schillernden Flossen. Einige Exemplare sahen schon wahrlich seltsam aus, allen voran der ulkigaussehende Fisch, den wir kurzerhand Ananas-Fisch tauften, weil er wie ein willkürlich abgeschnittenes Stück Ananas mit Auge aussah. Seht selbst:

Ein Ananasfisch?

Über unseren Köpfen konnte man durch ein Fenster die Koikarpfen im über uns liegenden Teich schwimmen sehen. Direkt neben dem Teich konnte man sich gemütlich zu einer Tasse Kaffee niederlassen und dem Plätschern der Fischflossen im Wasser lauschen. Über die große Hängebrücke, die quer durch die Halle gespannt war, gelangten wir zum Abschluss unseres tropischen Abenteuers, konnten durch ein Fernglas oder auch mit bloßem Auge Vögel betrachten und den leuchtendroten Hibiskus – einer meiner Lieblingspflanzen – bewundern. Die Blüten sehen schon toll aus, wie klasse wäre es gewesen, einen Kolibri Nektar schlürfen zu sehen.

Bücher, was auch sonst!

Natürlich gab es auch einen Museumsshop mit… ja ratet mal… Bücher – selbstverständlich rund um das Thema Natur, sowohl Kinderbücher, z.b. wissenschaftliche Bücher, welche  Kindern altersgerecht Edisons Erfindung der Glühbirne oder Leonardo da Vincis Flugmaschine näherbringen. Eine Büchereule wie ich kannte diese Bücher natürlich schon, unter anderem fand sich dort die wunderbare Reihe aus dem Arena-Verlag:

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Ich habe dort im Lädchen unter anderem ein wundervolles Buch entdeckt und mir nach unserem Besuch beim Buchhändler bestellt: »Die Natur« eine visuelle Enzyklopädie vom Smithsonian Institut, ein wahrer Buchschatz mit fast 700 Seiten und knapp 40cm Höhe, ein Nachschlagewerk, das man gerne durchblättern wird. Etwas Deko musste auch noch ins Einkaufkörbchen, ich konnte bei diesen Luffaschwämmchen, Blüten und Baumwollzweigen nicht widerstehen :-)

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Nach einem wirklich wunderbaren und erlebnisreichen Besuch dieses außergewöhnlichen Reservats sind wir noch in die Innenstadt Potsdams gefahren, weil ich mich dort endlich mit einem guten Freund auf einen Kaffee treffen wollte. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, wir hätten gerne beide unsere Kameras „ausgeführt“, aber bei dem Mistwetter blieb es beim gegenseitigen Betrachten von Ausrüstung und dem Vorhaben, nochmal nach Potsdam zu besuchen, gemeinsam im Tierpark zu fotografieren und erneut den Bauch mit Leckereien vollzuschlagen, aber bitte bei Sonnenschein. Mensch, wir waren tratschnass bis auf die Haut *lacht* zum Glück hat uns der Latte Macchiato Baileys wieder aufgewärmt. Schön war’s Stefan & Anna bis bald!

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Bye bye Potsdam.. bis bald!

Zuhause angekommen, fielen wir erstmal müde mit einem leckeren Latte Macchiato auf’s Sofa, bevor es dann als Vorbereiten für das abendliche Raclette ging. Oh du meine Güte, das war so lecker. Es hat sooo wahnsinnig lecker  geschmeckt, ich hatte mich allerdings ein wenig bei der Menge verschätzt und so konnten wir einen Tag später noch einmal Pfännchen mit Gemüse und Fleisch füllen und mit dem leckeren Raclettekäse überbacken – dieser ist, wie ich feststellen musste, zu dieser Jahreszeit übrigens sehr schwer zu bekommen, ich habe drei Supermärkte abgeklappern müssen. Finalmente: ein superschöner Tag und ein rundherum gelungener Abend!

Am nächsten Morgen entdeckten wir dann am Fenster noch einen kleinen Besucher, ob er sich wohl aus Potsdam hierher verirrt hatte? Wir haben die Türe zum Schmetterlingshaus doch fest verschlossen… oder?

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Botanische Grüße

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4 Comments

  • Reply Philip 17. Juni 2013 at 16:14

    Huhu Sandra,

    da ist dir wohl ein „r“ bei „Dinosau““ier-Sonderausstellung“ durch die Lappen gegangen am Anfang aber das macht ja nichts. Ist mir nur gerade aufgefallen^^
    Ansonsten muss ich sagen das dein Bericht absolute Klasse ist. Die Ausführlichkeit und die zahlreichen Bilder sind in sich so stimmig und überzeugend, da bekommtn sofort Lust auf Potsdam. Nur doof das das doch etwas weit von mir hier ist :-/

    Liebe Grüße :)

    • Reply Buechernische 17. Juni 2013 at 16:24

      Kuckucks ♥

      ups. Ein Fehler. Warte, ich verpacke ihn hübsch mit einem Schleifchen und schenke ihn dir, ok? :-))

      Ja, das ist echt klasse dort, aber vielleicht machst du ja mal einen Kurzurlaub mit deiner Süßen in Berlin, da ist es bis Potsdam nicht mehr weit! ;-)

      Liebe Grüße
      Sandra

  • Reply Tine 8. Juni 2013 at 18:16

    Hach, ich möchte auch unbedingt mal in ein Schmetterlingshaus!! Und das nicht nur, um schöne Fotos schießen zu können….

    lg. Tine =)

    • Reply Buechernische 8. Juni 2013 at 19:22

      Huhu Tine,

      das kann ich sehr gut verstehen :-) ich liebe Schmetterlinge, die bunten Farben, diese zarten Flügel, so zerbrechlich. Einfach schön ♥

      Liebe Grüße zum Wochenende
      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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