Autoren hautnah

{Autoren hautnah} Interview mit Kinderbuchautorin Renée Holler

5. Mai 2015

Willkommen beim Autorentalk, liebe Leser!

AutoreninterviewIhr sitzt gerade auf dem Bahnsteig fest und wartet genervt auf euren Zug? Euer Buch habt ihr gerade schon durchgelesen? Dann seid ihr hier jetzt genau richtig, ein neues Interview wartet darauf, von euch gelesen zu werden. :)

Nachdem wir im letzten Monat ein spannendes Charakterinterview mit Jakob Wolff aus Diana Menschigs Märchenadaption »So finster, so kalt« geführt haben, widmen wir uns heute einer Kinderbuchautorin. Renée Holler hat sich mit ihrer Abenteuergeschichte »Die Diebe von London«, das bei arsEdition erschienen ist, direkt in mein Herz geschrieben und ich freue mich sehr, mich mit ihr über das Leben als Autorin unterhalten zu können. Schnappt euch einen Kaffee, wir plaudern ein wenig :)

Liebe Renée, ich freue mich sehr, dir ein paar Löcher in den Autorenbauch fragen zu dürfen. Erzähl doch erst einmal ein wenig über dich selbst, wie bist du zum Schreiben gekommen?

ReneeHoller

Eine strahlende Autorin © David Whittaker

Ich hatte schon als Kind eine lebhafte Fantasie und dachte mir ständig Geschichten aus. So mit etwa 9 Jahren fing ich an, sie in leere Schulhefte aufzuschreiben. Eigentlich wäre ich schon damals gerne Schriftstellerin geworden, neben anderen Berufswünschen wie Forscherin oder Detektivin. Mein erstes Buch wurde erst viele Jahre später veröffentlicht – da war ich schon dreißig. Die ersten Schreibversuche landeten in einer Kiste auf dem Dachboden.

Du hattest mir ein Bild deines ersten Buches, deiner ersten Schreibversuche geschickt. Das ist immer etwas ganz Besonderes für einen Autoren. Wenn du es dir heute noch einmal ansiehst, was hast du daraus für dich persönlich und deine Arbeit als Autorin allgemein mitgenommen?

Wenn ich meine ersten Schreibversuche anschaue, sehe ich eigentlich nur, dass ich die Gleiche geblieben bin. Genau wie damals denke ich mir immer noch ständig Geschichten aus. Der einzige Unterschied ist, dass Tintenfüller und Schulhefte durch Computer und Drucker ersetzt wurden.

DreiFinger02

Das Erstlingswerk © Renée Holler

Das Cover ist handgemalt. Das erste Erscheinungsbild eines Buches ist für viele Leser & Blogger, so auch für mich, sehr wichtig. Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Die gute Gestaltung eines Buchcovers ist auch für mich wichtig. Es soll attraktiv sein, den Leser auf den Inhalt gespannt machen und ihn zum Lesen verführen, ohne zu viel zu verraten.

Das ist bei »Die Diebe von London« sehr gut gelungen. Wo holst du dir Inspiration für deine Bücher?

Inspiration für meine Bücher kann von überall her kommen – eine kleine Notiz in der Zeitung, ein interessanter Artikel den ich gelesen habe, ein Sachbuch, etwas das ich selbst erlebt habe oder ein Programm im Fernsehen. Die Idee für „Die Diebe von London“ geht auf einen Museumsbesuch ins „Museum of London Docklands“,  zurück. In einer Ausstellung über die Neue Welt wurden dort Kinderfänger erwähnt. Allein das Wort beflügelte meine Fantasie und ließ mich nicht mehr los, denn es bot sich so richtig für ein spannendes Abenteuer an.

Das erinnert mich ein wenig an Oliver Twist. Du hast ja bereits einige Sachbücher für Erwachsene veröffentlicht und schreibst nun auch Kinderbücher. Was gab den Anstoß dazu, für die jüngere Leserschaft zu schreiben?

Tatort Geschichte - Der verräterische Pilger von Renée HollerEigentlich wollte ich schon immer Bücher für jüngere Leser schreiben. Ich hatte fast aufgegeben, wenn mein Mann nicht darauf bestanden hätte, eines meiner ersten Manuskripte “Der Mann mit den drei Fingern“ an einen Verlag zu schicken. Das Buch, ein Krimi aus der Römerzeit, den ich mit 13 geschrieben hatte, wurde nie veröffentlicht, doch der Loewe Verlag bat mich, ähnliche Geschichtskrimis zu verfassen. Die Reihe “Tatort Geschichte“ entstand, und seitdem habe ich nur noch Kinderbücher geschrieben.

Wie darf ich mir deinen Alltag als Schriftstellerin vorstellen? Hörst du z.B. Musik beim Schreiben oder fertigst du Skizzen deiner Figuren an?

Mein Alltag schaut nicht viel anders aus, als der anderer Menschen. Ich sitze spätestens um 9 Uhr an meinem Schreibtisch und arbeite mit zahlreichen Teepausen und einer Mittagspause durch bis 5 oder 6 Uhr. Für „Die Diebe von London“ bin ich auch mehrmals nach London gefahren, um dort vor Ort zu recherchieren und Museen zu besuchen. Von meinem Wohnort Oxford ist das ja nur eine gute Stunde entfernt. Musik höre ich gerne, doch nicht wenn ich schreibe, da lenkt es mich zu sehr ab, obwohl zeitgenössische Musik sehr inspirierend sein kann. Was die Skizzen anbelangt? Oje, ich würde ja gerne welche anfertigen, aber ich bin da leider nicht so gut. Anderes Bildmaterial sowie Karten hängen jedoch massenweise an meiner Magnettafel. Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, gehe ich auch gerne mal spazieren oder greife nach einem guten Buch.

Wir Leser mögen ja diesen „Nerdkram“ wie Kartenmaterial, Illustrationen im Buch etc. Hattest du als Autorin bei der Gestaltung deiner Bücher Mitspracherecht?

Da hatte ich als Autorin nur wenig Mitspracherecht. Da es sich bei „Die Diebe von London“ um ein historisches Setting handelt, schickte ich dem Illustrator trotzdem zahlreiches Bildmaterial mit Tips und Anregungen. Kleinigkeiten wie Kleidung, Frisuren und Umwelt einer bestimmten Zeitperiode müssen ja stimmen. Das ist für mich äußerst wichtig, und Bernd Lehmann hat das alles sehr gut hingekriegt.

„Die Diebe von London“ erschien bereits 2013 bei ArsEdition, allerdings mit dem Titel „Das Geheimnis des goldenen Salamanders“. Darf ich fragen, wie es zur Titel- und Coveränderung kam?

die diebe von londonDer Verlag wollte dem Buch mit neuem Titel und geändertem Cover noch einmal eine Chance geben. Der Salamander spielte für mich im Buch eigentlich immer nur eine Nebenrolle und war nie wichtig genug, um im Titel aufzutauchen. Hauptrollen spielte von Anfang an die Stadt London und die Kinder, die spurlos verschwinden. Der neue Titel „Die Diebe von London“ passt viel besser. Auch die Coveränderung ist absichtlich. Wir wollten keine fröhliche, bunte Illustration wie beim goldenen Salamander, sondern etwas dunkles, finsteres, das Spannung und dem Leser Angst vermittelt.

Der neue Titel steht deinem Buch gut. Wie gestaltete sich denn die Recherche für „Die Diebe von London”?

Ich las stapelweise historische Sachbücher. Genau zu wissen, wie der Alltag in einer bestimmten Epoche aussieht, hilft mir, mich in die jeweilige Zeit zu versetzen. Zum Lesen kommt dann natürlich auch viel Recherche online, und im Fall von „Die Diebe von London“ auch vor Ort. Ich besuchte Londoner Museen und machte lange Spaziergänge an der Themse, vor allem im Stadtteil Southwark südlich des Flusses, wo ein Großteil der Handlung abspielt. Auch wenn sich London seit dem 17. Jahrhundert stark verändert hat, fließt die Themse immer noch durch die Stadt, und der Fluss vermittelte mir irgendwie eine direkte Verbindung mit der Vergangenheit.

Die Geschichte rund um Alyss spielt im London des 17. Jahrhunderts. Warum gerade diese Epoche?

Die Zeitepoche ergab sich durch die Recherchen. Nachdem ich in der Ausstellung „Museum of London Docklands“ von Kinderfängern erfuhr, die Anfang des 17. Jahrhunderts die Gassen der Stadt verunsicherten, hatte ich keine andere Wahl. Die Geschichte musste in dieser Epoche stattfinden. Da ich mich für Geschichte aller Epochen interessiere und ich mich in Gedanken gerne auf Zeitreise begebe, war die Recherche ein reines Vergnügen.

Illustrationen von Bernd Lehmann

Illustrationen im Buch © Bernd Lehmann

London ist ja auch wirklich eine traumhaft schöne Stadt! Findest du selbst denn noch Zeit neben dem Schreiben, ein Buch zu lesen und wenn ja, welches Buch ist dein persönliches Lieblingsbuch?

Zeit für ein Buch finde ich immer und fühle mich ohne Lesestoff unwohl. Mein Lieblingsbuch? Das ist eine sehr schwierige Frage. Als Kind zählten „Tom Sawyers und Huckleberry Finn“ zu meinen Lieblingsbüchern, und ich lese Huckleberry Finn in regelmäßigen Abständen auch heute noch. Mein persönliches Lieblingsbuch? Vermutlich der Roman “Wen die Nachtigall stört” von Harper Lee oder “True Grit“ von Charles Portis, aber auch Jon Krakauers “In die Wildnis: Allein nach Alaska” gefallen mir gut. Dann wäre da noch … Ich könnte hier unzählige weitere Bücher auflisten.

In der letzten Zeit sind Buchverfilmungen ein großes Thema. Auch einige der Jugendbücher, die ich gelesen habe, wurden für die Leinwand adaptiert. Wenn du dir eine Literaturverfilmung wünschen könntest, welches Buch würdest du gerne in bewegten Bildern sehen?

Viele meiner Lieblingsbücher wurden bereits für die Leinwand adaptiert. Freuen würde ich mich allerdings über eine gute Verfilmung eines historischen Kriminalromans. Die Bücher C. J. Sansoms, die zur Zeit Heinrich VIII. spielen, eignen sich dazu ganz wunderbar, und ich könnte sie mir hervorragend als Fernsehserie vorstellen.

Zum Abschluss bin ich noch einmal neugierig. Gibt es schon ein neues Projekt, an dem du arbeitest?

Ich arbeite ständig an neuen Projekten, da das Schreiben ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist. Allerdings bedeutet dies leider nicht automatisch, dass diese Projekte auch veröffentlicht werden.

Dann drücke ich nun mal ganz fest die Daumen, dass deine neuen Ideen ihren Weg zu Verlagen finden. Ganz herzlichen Dank für dieses spannende Interview, liebe Renée!

Ich hoffe, ich konnte euch neugierig auf dieses schöne Kinderbuch machen.

Prädikat Buechernische LesehighlightRenée Hollers »Die Diebe von London« ist ein rundherum gut recherchiertes Jugendbuch, dessen Plot nur so vor Abenteuer und Spannung strotzt, ohne Fantasyelemente auskommt und für spannenden Geschichtsunterricht, eingebettet in eine aufregende Story sorgt. Ein Lesevergnügen, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird und den Titel »Lesehighlight« in allen Aspekten verdient hat!


Autorenseite von Renée HollerFanpage zu ‚Die Diebe von London‘ | Renée Holler bei Twitter


Ich freue mich schon auf das nächste Gespräch mit den Menschen hinter den Büchern und hoffe, dass mir ein interessanter Einblick gelungen ist und euch das Interview gefallen hat!

Meine Frage an euch: Habt ihr schon etwas von Renée Holler gelesen, kennt ihr »Die Diebe von London« vielleicht schon?

Ich wünsche euch einen wundervollen Tag und sende euch viele liebe Grüße!

sandra_signed

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13 Comments

  • Reply {Offtopic} Ein sommerlicher Gruß aus dem Off | Büchernische 1. Juli 2015 at 23:22

    […] zu Paula Hawkings ‚Girl on the Train‚ steht z.B. noch aus, dann habe ich das neue Autoreninterview diesen Monat noch nicht gepostet, und ein paar neue Bücher gab es auch wieder im Juni. Einen […]

  • Reply [Die Sonntagsleserin] Mai 2015 | Phantásienreisen 7. Juni 2015 at 08:06

    […] Meine liebe Bloggerkollegin Sandra hat die Kinderbuchautorin Renée Holler (“Die Diebe von London”, Ratekrimis der Reihen “Tatort Geschichte”, “Tatort Forschung” und “Tatort Erde”) zum Plausch in ihre Büchernische eingeladen. […]

  • Reply {Resumé} Gelesen, genossen, zugeklappt 5|15 | Büchernische 31. Mai 2015 at 22:34

    […] Autoreninterviews »Autoren hautnah« gingen im Mai in die zweite Runde, dieses Mal stand mir Kinderbuchautorin Renée Holler Rede und Antwort und plauderte ungezwungen über das Schreiben und ihr aktuelles Buch »Die Diebe […]

  • Reply Karin 9. Mai 2015 at 19:44

    Hallo meine liebe Sandra,

    ich habe noch nichts von der Autorin gelesen, habe aber euer Interview sehr gern gelesen. Solche Gespräche mit dem Menschen hinter dem Buch sind wahnsinnig interessant für den Leser, aber auch für mich als noch Nichtleser.

    Ganz liebe Grüße
    Karin

    • Reply Sandra 9. Mai 2015 at 21:50

      Huhu meine liebe Karin ♥

      erstmal ein dicker Drücker für dich! Ich mag solche Interviews auch gern, weil man noch mehr über den Menschen hinter dem Buch erfährt. Du hast das ja auch schon oft gemacht, finde das jedes Mal total schön.

      Ich hoffe, es geht dir gut bzw. besser ♥

      Abendlich-müde Grüße (wir kommen gerade von der Geburtstagsparty und meine Kinder gedenken die Party noch weiterzufeiern… ^^)
      Sandra

  • Reply Kathrin 9. Mai 2015 at 09:45

    Ein schönes, abwechslungsreiches Interview habt ihr beide da geführt :)

    Das erinnert mich daran, dass ich „Die Diebe von London“ auch schon längst lesen wollte… Wird Zeit, dass ich den Umzug hinter mich bringe, um wieder mehr Lesezeit zu haben und mein Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen :D

    • Reply Sandra 9. Mai 2015 at 09:51

      Umzüge sind fuurchtbar, ich wünsche dir starke Nerven und Durchhaltevermögen liebe Kathrin ♥

      »Die Diebe von London« ist ein richtig schön abenteuerliches Buch:)

      Hab einen feinen Samstag! Was liest du denn gerade?

      Alles Liebe
      Sandra

      • Reply Kathrin 9. Mai 2015 at 10:47

        Das kannst du laut sagen, liebe Sandra! Wobei der Umzug schon längst hinter uns liegen könnte, wenn zwischen altem und neuem Wohnort keine 300km liegen würden…die Autofahrten fressen viel kostbare Zeit. Aber noch ein paar Wochen muss ich durchhalten – das schaffen wir schon ;)

        Bei „Die Diebe von London“ reizt mich ja vor allem der historische Hintergrund einer meiner Lieblingsstädte – allein deshalb MUSS ich das Buch endlich lesen :D

        Momentan lese ich in fünf Büchern gleichzeitig und doch in keinem… Etliches habe ich angefangen – manches lungert noch in Erfurt rum, anderes schon in NRW. Aber zur Zeit kann ich mich nie länger als eine Stunde auf ein Buch konzentrieren, weshalb ich mit nichts so recht vorankomme. Aktuell konzentriere ich mich daher auf „Kabale und Liebe“, weil ich das aufgrund seines handlichen Formats überall hin mitnehmen kann und es auch deutlich weniger Seiten hat als die übrigen Bücher. ;)

        • Reply Sandra 9. Mai 2015 at 11:04

          Ohje, das kenne ich nur zu gut. Ich habe ‚The Diviners‘ pausiert, um einem anderen Buch den Vorzug zu geben, das mich brennend interessiert hat. Nun bin ich zurück im New York der 20er Jahre :)

          Ich drücke die Daumen, dass du es bald hinter dir hast ♥

      • Reply Kathrin 9. Mai 2015 at 11:21

        Ich bin gespannt, was du zu „The Diviners“ sagen wirst. Das Buch ist so eines, dass ich damals, als es erschien, auf den Wunschlisten vieler Blogger entdeckte – aber eine Rezension ist mir bislang noch nicht begegnet.

        • Reply Sandra 9. Mai 2015 at 11:27

          Schau mal in Monas Tintenhain nach, sie hat eine begeisterte Rezension dazu geschrieben und feuert mich schon an, damit ich es beende :)

  • Reply Elli Minz 6. Mai 2015 at 13:01

    Das ist wirklich ein tolles Interview, da können sich sogar sämtliche Buchportale, Zeitschriften, etc. eine Scheibe von abschneiden. Kinderbücher sind nicht so meins, da ich selber keine Kinder habe, also fehlt mir der Bezug.

    Aber trotzdem oder gerade deshalb fand ich euer Gespräch sehr aufschlussreich. Tolle Fragen, tolle Antworten :)

    Übrigens hat mich das Interview in meinem Plan bestärkt, auch meinem kommenden Liebesroman Illustrationen hinzuzufügen. Vielleicht nicht bei der Erstveröffentlichung, aber Text + Bilder ist einfach noch schöner. Muss mal mit meiner Covergestalterin quatschen ;-)

    LG,
    Elli

    • Reply Sandra 6. Mai 2015 at 22:14

      Huhu liebe Elli,

      das freut mich wahnsinnig, vielen, vielen Dank für dieses zauberhafte Kompliment ♥

      Illustrationen sind wahrlich nicht nur etwas für Kinderbücher, da gebe ich dir vollkommen recht. Es kann auch in anderen Genres sehr erfrischend sein, je nachdem wie die Illustration gestaltet wird, ob in Farbe oder als Schwarzweißskizze. Ich habe selbst schon Ebookcover und Logos erstellt und finde es immer wieder schön, wenn Bücher auch im Innenteil illustriert sind.

      Liebe Grüße an dich und danke für deinen ausführlichen Kommentar ♥

      Sandra

    Ich freue mich auf euer Feedback :-)

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